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Das DORF

Uraufführung
Ort:

Was heut noch grün und frisch da steht,
wird morgen schon hinweggemäht:
Die edlen Narzissen,
Die Zierden der Wiesen,
Die schön' Hyazinthen,
Die türkischen Binden.
Hüte dich schöns Blümelein!

Entfliehen Sie der Anonymität der Großstadt. Finden Sie soziale und infrastrukturelle Anbindung. Genießen Sie individuellen, unverbauten Freiraum und nutzen Sie Ihre und erneuerbare Energien optimal.

Werden Sie Dorfbewohner!

dorf
©Foto: Heldentheater

t'eig versetzt Berge und das Dorf in die Stadt und lässt in der obersteirischen Einschicht dafür die Städteplanung aktiv werden.

Verwandeln Sie mit uns die smarte City in ein Blumendorf und die schönste steirische Katastralgemeinde in ein energieeffizientes Stadtquartier.

Kommen Sie nach Weißenbach und/oder in die Waagner-Biro-Straße und helfen Sie mit, sagenumwobenes Unheil abzuwenden. 

Dunkle Geheimnisse und üble Machenschaften gilt es aufzudecken, um attraktive, urbane Mischnutzung und lebenswerten öffentlichen Raum sicherzustellen, für immerdar.

Koproduktion von t'eig mit La Strada Graz und theaterland steiermark

Mitwirkende:

Smart City Areal & Weißenbach/Haus

Waagner-Biro-Straße 117, Graz bzw. Weißenbach bei Haus im Ennstal

dorf_luftbild"Bühne" Graz

dorf_luftbild1
"Bühne" Weißenbach/Haus

Städter und Dörfler

dörfler

Karin Gschiel, Johanna Handl, Valentina Hartweger, Renate Kaufmann, Katharina Krakl, Eva-Maria Prošek, Felicia Sobotka, Markus Boxler, Clemens Handl, Tobias Ofenbauer, Matthias Ohner, Manfred Stocker, Christoph Völz


Thomas Sobotka

geboren 1974 in Graz

Bis 1997 Aneignung umfassender Halbbildung
1998 bis 2002 Theaterausbildung in Graz und Wien (Diplom: 2002)

Engagements als freier Regisseur und Schauspieler bei Schauspielhaus Graz, Oerol Festival, Literaturhaus Graz, theater mundwerk, steirischer herbst, Theater am Ortweinplatz, Macht/schule/theater, La Strada, Toihaus Salzburg, Theater im Keller, quadrama, Universität für Musik und darstellende Kunst, Graz 2003, TAG, Kulturzentrum bei den Minoriten, uniT, schauPLATZgraz, u.a.

2003 – 2006 Regieassistenz mit Spielverpflichtung am Schauspielhaus Graz. Zusammenarbeit u.a. mit Cornelia Crombholz, Marc von Henning, Jürgen Bosse, Friederike Heller, Gian Manuel Rau, Theater im Bahnhof, Elisabeth Gabriel, Cihan Inan.

2008 Gründung von t’eig.

2012 bm:ukk: outstanding artist award - Darstellende Kunst


Produktionen

Inszenierungen:

2018

fAUSt und vorbei
J.W. Goethe
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Nachtasyl
nach Maxim Gorki
Textbeitrag: Johannes Schrettle
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Plan B - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Wolfgang Bauer
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Raphael Meinhart
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Warten auf Godot
Samuel Beckett
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Severin Steinhöfel
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Passion - Uraufführung
Textbeitrag: Sophie Reyer
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2016

philoktet
Heiner Müller
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Oliver Majstorovic

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ödön von Horváth
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Thomas Petritsch (Effi)

Die Welt ist ein Dorf - Uraufführung
Weiterentwicklung von "Das Dorf" (s.u.)
Ausstattung: Markus Boxler
Expeditie beim Oerol Festival in Terschelling/NL

Schönste Zeit - Uraufführung
Support: Karin Gschiel
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2015

3schWESTERN - Uraufführung der Textfassung
Anton Tschechow
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Luka Sulzer

PiNOCCHiO - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Papa Steph and his Brass Band

h'amlet - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.15
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Hell-Sing-Chor

2014

NESTORY - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: The Devil's Empire

Das DORF - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ronald Wenzel
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Woyzeck live
Georg Büchner
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2013

Auf dem Land
Martin Crimp
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BARBAREN! - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.14
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Oliver Majstorovic, Makki (Daniela Riedl)
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Klassen Feind-oldschool
Nigel Williams
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Birgit Prutsch
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2012

Multiverse - Uraufführung
oder: "Ich weiß nicht, ob ich ein besserer Schauspieler geworden wäre, wenn ich mehr Regisseure wie mich gehabt hätte"
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.13
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BAAL
Bertolt Brecht
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: air rapide
Dramaturgie: Alexandra Rollett

DNA - Österreichische Erstaufführung
Dennis Kelly
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2011

Eskalation ordinär
Werner Schwab
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.12
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ivory Parker
Dramaturgie: Alexandra Rollett

APOKALYPSE - Uraufführung
nach der Offenbarung des Johannes
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Emilia G.
nach G. E. Lessing
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2010

Der Kissenmann
Martin McDonagh
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

heimweh - "Erdäpfel-Brezn-Supp'n kann ich mir überall machen!" - Uraufführung
Ausstattung: Irene Edenhofer-Welzl

heldInnen
nach dem Stück „helden“ von Ewald Palmetshofer
und einem Stück Realität von 5heldInnen
- STELLA11: Herausragende Produktion für Jugendliche
- bestOFFstyria 2.10 - "Preis der Jury"
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2009

Remember tser0 - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.10
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Fischer und seine Frau - Uraufführung
nach den Hausmärchen der Gebrüder Grimm
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

brick in the wAll - Uraufführung
- Gewinner von bestOFFstyria 2.9
Bühne: Bernhard Bauer
Kostüme: Eva Andersch-Hartner
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2008

Ledergfrieß – unplugged
nach Helmut Krausser
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.9
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Geizige
Molière

Der Nudelfresser - Österreichische Erstaufführung
Wilfried Happel
Ausstattung: Christina Weber
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2007

Herr der Fliegen - Uraufführung
nach William Golding
Co-Regie: Karin Gschiel

Komödie der Irrungen
William Shakespeare

Mensch Maja - Uraufführung
nach KIDS von Larry Clark
Co-Regie: Karin Gschiel

2006

Was ihr wollt
William Shakespeare
Co-Regie: Susanne Lipinski

Sauschneidn (szenische Skizze)
Ewald Palmetshofer
Ausstattung: Tanja Kramberger
Dramaturgie: Tabea Tangerding

2005

Quartett
Heiner Müller
Bühne: Christian Pölzler
Kostüme: Elisabeth Perteneder
Dramaturgie: Tabea Tangerding

bis 2004

ARTig
nach Yasmina Reza

Berg der Erinnerungen - Eröffnung Graz 2003

vier.frau(en)
TRANCE.zendent

Bedroom Farce
nach Alan Ayckbourn


Markus Boxler

geboren 1973 in Wertingen (Deutschland)

1997 – 2001 Studium der Bühnengestaltung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz (Diplom Bühnen- und Kostümgestaltung: 2001)

1998 – 2008 verschiedene Bühnenbild- und Kostümassistenzen, u. a. an folgenden Spielstätten: Schauspielhaus Graz; Palace of Arts Budapest; Oper Graz; Haydnfestspiele Eisenstadt; Opéra-Théâtre de Metz; Staatsoper Dresden; Nibelungenfestspiele Worms; Ruhrfestspiele Recklinghausen; Théâtre National du Luxembourg; Théâtre du Châtelet Paris

Seit 2001 als freischaffender Ausstatter und Bühnenbildner tätig, u. a. in Zusammenarbeit mit den Regisseur*innen Friederike Czeloth („Fräulein Else“, „Effi Briest“ und „Penthesilea“, Schauspielhaus Graz), Franz Wittenbrink („Nix wie weg“, Schauspielhaus Graz), Hannes Hirth („Die Zeitreise“ und „Die Olchis und die Teufelshöhle“, Kinderfestspiele Giebelstadt) und Adrian Schvarzstein („Seasons“, Cirque Noël Graz).


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Ausstattung

Nachtasyl
Ausstattung

Plan B
Ausstattung

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Ausstattung

Warten auf Godot
Ausstattung

Passion
Ausstattung

2016

philoktet
Ausstattung

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ausstattung

Die Welt ist ein Dorf
Ausstattung / Betreuung

Schönste Zeit
Ausstattung

2015

3schWESTERN
Ausstattung

PiNOCCHiO
Ausstattung

h'amlet
Ausstattung

2014

NESTORY
Ausstattung

Das DORF
Ausstattung / Performance

Woyzeck live
Ausstattung

2013

Auf dem Land
Ausstattung

BARBAREN!
Ausstattung

Klassen Feind - oldschool
Ausstattung

2012

MULTIVERSE
Ausstattung

BAAL
Ausstattung

DNA
Ausstattung

2011

ESKALATION ORDINÄR
Ausstattung

APOKALYPSE
Ausstattung

Emilia G.
Ausstattung

2010

Der Kissenmann
Ausstattung

heldInnen
Ausstattung

2009

Remember tser0
Ausstattung

2008

Ledergfrieß
Ausstattung


Alexandra Rollett

geboren 1978 in Graz

Studium Germanistik und Kunstgeschichte, Medienkundlicher Lehrgang an der Uni Graz.

Regie- und Dramaturgieassistenzen am Schauspielhaus Graz, Theater Phönix Linz und beim steirischen herbst. Hausdramaturgin am Theater Phönix Linz (2002-2005).
Mit Unterbrechungen seit 1999 Dramaturgin bei dramagraz / forum stadtpark theater.
Diverse Produktionen in der freien Szene Graz.
Uraufführungsbetreuung etlicher Stücke von Peter Handke, Elfriede Jelinek, Franzobel, Barbara Frischmuth, Kerstin Specht, Andreas Jungwirth, Margret Kreidl usw. Intensive Zusammenarbeit u. a. mit Händl Klaus, Ernst M. Binder, Harald Gebhartl und Georg Staudacher.

Weiters Regieassistenzen für Spiel- und Dokumentarfilme; Pressebetreuung und konzeptuelle Beratung diverser Grazer Musiker und Bands sowie bildender Künstler; Konzept und Gestaltung szenischer Lesungen und Installationen (Schauspielhaus Graz, Forum Stadtpark); Veröffentlichungen in div. Feuilletonmagazinen.


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
dramaturgische Mitarbeit - outside eye

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
dramaturgische Mitarbeit - outside eye

2014

Das DORF
Dramaturgie

Woyzeck live
Dramaturgie

2013

Auf dem Land
Dramaturgie

BARBAREN!
Dramaturgie

Klassen Feind - oldschool
Dramaturgie

2012

MULTIVERSE
Dramaturgie

BAAL
Dramaturgie

DNA
Dramaturgie

2011

ESKALATION ORDINÄR
Dramaturgie

APOKALYPSE
Dramaturgie

Emilia G.
Dramaturgie

2010

Der Kissenmann
Dramaturgie

heldInnen
Dramaturgie

2009

Remember tser0
Dramaturgie

2008

Ledergfrieß
Dramaturgie


Stephanie Liebmann

geboren 1987 in Graz

Studium der Germanistik und Medienkundlicher Lehrgang an der Uni Graz.
Seit 2011 u.a. Tätigkeit im Bereich Kommunikation und Organisation im Literaturhaus Graz insbesondere für das Kinder- und Jugendbuchfestival bookolino.
2014 Tätigkeit beim steirischen herbst im Bereich Kunstvermittlung.


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Dramaturgie

Nachtasyl
Dramaturgie

Plan B
Dramaturgie

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Dramaturgie

Warten auf Godot
Dramaturgie

Passion
Dramaturgie

2016

philoktet
Dramaturgie

Geschichten aus dem Wiener Wald
Dramaturgie

Schönste Zeit
Dramaturgie

2015

3schWESTERN
Dramaturgie

PiNOCCHiO
Dramaturgie

h'amlet
Dramaturgie

2014

Das DORF
Assistenz


Eugen Schöberl

geboren 1975 in Graz

Diplom an der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Graz.

Seit 1995 freiberufliche Tätigkeit als Lichtgestalter im Theater- und Eventbereich.

Seit 2007 verstärkte Beschäftigung mit Licht und Raum im Architekturbereich.
U. a. als Lehrbeauftragter am Institut für Raumgestaltung an der Technischen Universität in Graz und als freier Mitarbeiter im Lichtplanungsbüro VEDDER.LICHTMANAGEMENT

2010 Zertifizierung zum Lichtberater für Innenbeleuchtung (PLA)
2012 Gründung der gaft&onion ZT-KG


Produktionen

Haus- und Hof-Lichtdesigner von 2008 bis 2017


Karin Gschiel

geboren 1975 in Hartberg

1998 – 2003 Theater- und Medienorientierte Fächerkombination an der KF-Universität Graz.
ab 1999 dramatischer Unterricht.
2002 – 2004 Hochschullehrgang "Theatre Work in Social Fields" an der KF-Universität Graz mit schauspielrelevanten Modulen unter der Leitung von internationalen Lehrern (Abschluss: akademisch geprüfte Theaterpädagogin). Seither theaterpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, psychisch kranken Menschen und StudentInnen.

Seit 2004: Theaterpädagogin im Theater am Ortweinplatz (TaO!)

2006 Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.

2008 Gründung von t'eig.

Seit 2010: Theaterlehrerin im maturablen Fach "Bühnenspiel" im BORG Dreierschützengasse, Graz


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Nachtasyl

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot
Theaterpädagogik

Passion

2016

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schönste Zeit
Support, Theaterpädagogik

2015

3schWESTERN

PiNOCCHiO

h'amlet

2014

NESTORY

Das DORF

Woyzeck live
Theaterpädagogik

2013

Auf dem Land

BARBAREN!
Theaterpädagogik

2012

MULTIVERSE

BAAL

DNA
Theaterpädagogik

2011

APOKALYPSE

Der Kissenmann

heldInnen
Theaterpädagogik

2009

Remember tser0

2008

Ledergfrieß


DAS DORF

Köstliches Mitmachspiel in Graz und Weißenbach
Die ganze Welt ist bekanntlich ein einziges Dorf. Eine Binsenweisheit, die dem Grazer Theater t'eig nur als Glasur dient. Denn Thomas Sobotka (Regie, Konzept) bäckt üppige Semmeln mit reichlich Germ und fantastischen Blasen, in denen kuriose Geschichten aufgehen.
Nach der Theaterland-Uraufführung in Weißenbach ist "Das Dorf" zu La Strada übersiedelt: eine grüne Oase zwischen urbaner Beton- und Asphalt-Landschaft auf der Waagner-Biro-Wiese. Als potemkinsches Dorf wurde dort der Grundriss der kleinen Ennstaler Gemeinde eingemäht (Ausstatter: Markus Boxler). Stege über den (folien-)blauen Bach führen die mit bunten Schutzhelmen ausgerüsteten Gäste zu acht Stationen, wo passives Zuschauen tabu ist. Vom Semmelschneiden über Spritzübung der Feuerwehr, Blasmusik und Dorfkanon bis zum "Halli-Galli-Hop" wird das in Gruppen aufgeteilte Publikum ins Brauchtumsleben eingebunden. Wobei das Ensemble gemeinsam mit beherzten Amateuren abergläubische Schauergeschichten und Anekdoten aus der sagenumwobenen Bergwelt auftischt. Neben Tratsch und Intrigen kommen auch die Schatten der Vergangenheit ans Licht. Die Stimmung läuft im aberwitzigen Mitmachspiel auf Hochtouren, wenn die Dorffriseurin - Pardon, "Stylistin"! - Karin Gschiel gerade so schön Schlagersternchen Eva ausrichtet oder nach dem pyromanischen "Christoph!!!" schreit, wenn sich Matthias Ohner kaum der hormonübersteuerten 14-jährigen Vali erwehren kann und wenn Tobias Ofenbauer offenbar den Deal mit einem russischen Oligarchen vermasselt hat.
Dass bei all dem Spaß hinterlistige Heimatkunde die zentrale Rolle spielt, macht Sobotka im finalen Trachtenauftritt und im Statement zur "Public Private Partnership" der ebenso begeisterten wie überrumpelten Besucherschar klar. 
Kleine Zeitung


Dörfliche Archetypen machen auf dem Waagner-Biró-Gelände aus Grazern "echte" Weißenbacher
Handfestes Dorfleben bescheren Thomas Sobotka und sein Theater t'eig auf dem Waagner-Biró-Grund neben der List-Halle. In die G'stätten hat man Grundrisse der wichtigsten Gebäude aus dem obersteirischen Weißenbach gemäht, eine Plastikfolie ist der Bach, zwei Fahnen stehen für den Dorfplatz, roh gezimmerte Bänke für die Kirche. Da die eigentlichen Dorfbewohner gerade auf Wallfahrt sind, und der Besuch eines Jurors für den Blumenschmuckwettbewerb ins Haus steht, werden die Besucher von den wenigen Zuhause-Gebliebenen in einem Intensivkurs zu Dörflern ausgebildet. Mit Dorfdialekt, Dorflied und natürlich Dorftanz lernt man schnell, wie hart das Leben auf dem Land sein kann. Dabei erfährt man einiges über die Bewohner, und während man sich noch über deren Abgründe amüsiert - ist man schon selbst zum Spielball im Wettstreit höherer Mächte geworden. Eine hochinteressante, auf unterhaltsame Weise kritische Produktion, die einen Wetterbedingt schon ins Schwitzen bringen kann.
Kronen Zeitung



Dorfidylle in der Stadt


Das Festival für Straßenkunst und Figurentheater "La Strada" lädt noch bis zum 9. August dazu ein, neue Facetten der steirischen Landeshauptstadt und des urbanen - aber auch ländlichen - Alltags zu entdecken.
Dorfleben im 21. Jahrhundert: Die einen träumen davon, die anderen wollen ihm entfliehen. Fragen rund um die vermeintliche "Dorfidylle" und urbane Konzepte vom dörflichen Leben wirft das Stück "Das Dorf" im Grazer Straßentheaterfestival "La Strada" auf. Dazu wurde ein obersteirisches Dorfzentrum auf eine Grazer Industriebrache, die in Kürze ein neuer Stadtteil werden soll, transferiert. Regisseur Thomas Sobotka vom Theater t'eig hat in die Grünfläche in der Waagner-Biro Straße im Grazer Bezirk Eggenberg den Ortskern von Weißenbach bei Haus im Ennstal mähen lassen. Diese "Bühne" wird im Laufe des Stückes, das Samstagmittag seine Grazpremiere erlebte, von den 14 Schauspielern und den Theaterbesuchern Stück für Stück durchwandert und erlebt.
In mehreren Stationen - vom Dorfplatz, Greißler, Gasthaus, Feuerwehrhaus bis zur Kapelle - lässt das Ensemble aus Theaterprofis und Bewohnern des realen Dorfes in der Obersteiermark die Zuseher am Dorfleben teilhaben. Dabei erhalten sie Einblick in diverse seltsame Verstrickungen und Auseinandersetzungen. Mehr noch, sie werden selbst Teil der Inszenierung und müssen im Ort, den und dessen Bewohner sie erst Akt für Akt näher kennenlernen, "einspringen", weil ein Teil der Bevölkerung über Nacht verschwunden ist.
APA



Das freie Grazer Theater „t'eig“ bietet auf einer brachen Industriewiese ein Mitmachtheater, bei dem sich die Zuschauer als Dorfbewohner versuchen müssen. Man folgt den Darstellern zu den verschiedenen Bastionen des Landlebens – Kapelle, Feuerwehrhaus, Dorfgreißler – und erfährt nach und nach die dunklen Geheimnisse der Bewohner, deren Welt nicht so heil ist, wie Blumenschmuckwettbewerb und Niedrigenergiehäuser vermuten lassen.
Die Presse



Endlich haben wir es auch ins Dorf geschafft. Ausgerüstet mit verschiedenfarbigen Helmen stehen wir erst mal eine Runde blöd herum. Doch bald kontaktieren uns die Dorfbewohner und bitten uns, ihnen - verteilt in Kleingruppen - aus der Patsche zu helfen. In einer Stunde kommt der Inspektor des bedeutendsten europäischen Blumenschmuckwettbewerbs und der Großteil der Einheimischen ist leider gerade verreist. Also sollen wir so tun, als ob wir Teil der Gemeinschaft wären. Wir lernen ein paar typische Redewendungen, marschieren mit Pauken und Trompeten durch die Gegend und schmieren hingebungsvoll Jausensemmerln. Nur der Schnaps, der ist nicht echt, aber das wird dem Inspektor hoffentlich nicht auffallen. 
Was erst noch irritierend und unangenehm interaktiv wirkt, wird bald zu einem heiteren Erlebnis. Das Theater t'eig zeigt mit "Das Dorf" eindrucksvoll, wie Theater auch möglich ist und wie ein Stück mit einer gemeinsamen Erarbeitung und einigen Geheimnissen der Dorfbevölkerung für fast 2 Stunden Kurzweil sorgt.
Der Haubentaucher