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NACHTASYL

Maxim Gorki
Ort:

Wie mag nun aber das Leben dort sein, dort oben, von wo die Menschen so entsetzlich tief fallen können?

In seinem wohl bekanntesten Stück stellt Maxim Gorki Menschen vom untersten Rand der Gesellschaft auf die Bühne. Gefangen in einem Teufelskreis aus Gewalt, Sucht und Depression sehnen sie sich nach einem besseren Leben, verfügen aber nicht über die Mittel, ihre Situation aus eigener Kraft heraus zu verändern.

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In der Uhrturm-Kasematte - hoch über den Dächern von Graz, tief unter der Erde – hat t’eig verschiedene Kulturschaffende versammelt, um sich dort im kühlen Bunker eine Art Coworking Space einzurichten. Schauspieler, Autoren, Sänger und andere (Überlebens)Künstler*innen schlüpfen in die Rollen der Außenseiter, der Trinker, Mörder und Prostituierten. Sie spielen Gorki und entdecken dabei Parallelen zu ihrer eigenen Existenz im Off. Sie halten einander den Spiegel vor, der offenbart, dass man sich das schöne Leben abschminken kann.

Was soll ich mit der Wahrheit? Atmen will ich! Aufatmen!

Deshalb starten sie den Versuch, mit ihren Figuren aus Gorkis pessimistischem Weltbild auszubrechen und dem tragischen Ende, das ihnen der Autor vorgeschrieben hat, zu entgehen.
Doch welcher Gaukler schafft es tatsächlich, mit dem ganzen Zirkus Schluss zu machen?

Programmheft downloaden

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©Fotos: Heldentheater

Mitwirkende:

Uhrturm Kasematte

Homepage Stadt Graz

Uhrturmkasematte_Foto Fischer
©Foto: Stadt Graz Foto Fischer

zu Fuß vom Karmeliterplatz oder vom Schloßbergplatz.

mit dem Lift vom Schloßbergplatz direkt zum Uhrturm.

 

Karin Gschiel

geboren 1975 in Hartberg

1998 – 2003 Theater- und Medienorientierte Fächerkombination an der KF-Universität Graz.
ab 1999 dramatischer Unterricht.
2002 – 2004 Hochschullehrgang "Theatre Work in Social Fields" an der KF-Universität Graz mit schauspielrelevanten Modulen unter der Leitung von internationalen Lehrern (Abschluss: akademisch geprüfte Theaterpädagogin). Seither theaterpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, psychisch kranken Menschen und StudentInnen.

Seit 2004: Theaterpädagogin im Theater am Ortweinplatz (TaO!)

2006 Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.

2008 Gründung von t'eig.

Seit 2010: Theaterlehrerin im maturablen Fach "Bühnenspiel" im BORG Dreierschützengasse, Graz


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Nachtasyl

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot
Theaterpädagogik

Passion

2016

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schönste Zeit
Support, Theaterpädagogik

2015

3schWESTERN

PiNOCCHiO

h'amlet

2014

NESTORY

Das DORF

Woyzeck live
Theaterpädagogik

2013

Auf dem Land

BARBAREN!
Theaterpädagogik

2012

MULTIVERSE

BAAL

DNA
Theaterpädagogik

2011

APOKALYPSE

Der Kissenmann

heldInnen
Theaterpädagogik

2009

Remember tser0

2008

Ledergfrieß


Mona Kospach

geboren 1987 in Graz

Studium der Slawistik (Hauptsprache Russisch) an der Uni Graz
Auslands- und Forschungsaufenthalte in St. Petersburg (SS 2009) und Moskau (WS 2011/12)
Diplomarbeit „Anton P. Čechov bei L. Ulickaja, L. Petruševskaja und B. Akunin“ (2013)
Seit 2010 u.a. Tätigkeit als Schauspielerin und Regieassistentin.

2017 Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.

Engagements u.a. bei: t’eig, dramagraz, 2. Liga für Kunst und Kultur, La Strada


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Nachtasyl

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot

Passion

2016

philoktet
Assistenz

2015

3schWESTERN

h'amlet
Assistenz

2014

NESTORY

Woyzeck live
Assistenz

2012

BAAL

2011

APOKALYPSE

Emilia G.

2010

heldInnen


Kristina Owais


Alexandra Schmidt

geboren 1994 in Graz

Seit 2007 als Schauspielerin
in mehreren Theaterproduktionen:
u.a. Herr der Fliegen, brick in the wAll, Anne und Sophie - eine Harcore Soap, Nichts was im Leben wichtig ist, Stilles Blut, A free porn version of love
und Filmproduktionen:
u.a. Die Werkstürmer, Agonie, Adam, Siebzehn, Die letzte Party deines Lebens
und in einer Fernsehwerbungs-Serie: Mediamarkt

2015 Gründung des Theatervereins "Das Planetenparty Prinzip"
Bisherige Projekte: "Bitte spiel mich!" und eine Koproduktion mit dem TaO! (Theater am Ortweinplatz) "Part Of The Game Game". (Stella 16)


Produktionen

2018

Nachtasyl

2016

Geschichten aus dem Wiener Wald

2009

brick in the wAll
(Produktion: Macht Schule Theater & TaO!)


Oliver Chomik

Homepage Schauspielhaus Graz

Oliver Chomik wurde 1978 in Landau in der Pfalz geboren. Seine Schauspielausbildung absolvierte er  von 2004 bis 2008 an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig. In dieser Zeit wirkte er sowohl in Theaterinszenierungen als auch in unterschiedlichen Fernsehserien, wie "Tatort" und "Soko Leipzig", mit. Von 2008 bis 2012 war Oliver Chomik festes Ensemblemitglied am Theater Bonn und hatte parallel TV-Auftritte in Serien wie "Danni Lowinski" und "Wege zum Glück". Zu seinen bisher wichtigsten Inszenierungen zählt der Schauspieler "Tod eines Handlungsreisenden" in der Regie von Matthias Fontheim und "That Face" in der Regie von Jens Kerbel. Er hat u.a. mit Regisseuren wie Wolfgang Engel, Tilmann Gersch, Volker Lösch und Konstanze Lauterbach zusammengearbeitet. Oliver Chomik war in der Spielzeit 2014/15 am Theater Magdeburg engagiert.


Josef Klammer

Homepage

Josef Klammer (*1958) arbeitete zunächst als Fotograf, später studierte er Schlagzeug an der Musikuniversität Graz. Seit Mitte der 80er-Jahre arbeitet Klammer kontinuierlich an der klanglichen Erweiterung seines Instrumentariums und an der Erforschung und Transformierung medienimmanenter Musikpotenziale. Er erhielt den Förderungspreis für Computer-Musik des österr. Bundesministeriums und 2015 den Award of Distinction (Prix Ars Electronica). Ausstellungen, Klanginstallationen und musikübergreifende Projekte führten ihn nach Hongkong, Sevilla, New York, Karlsruhe, Berlin, Darmstadt, Katzow, Rimini und Paris. Er schrieb Musik für Radio, TV und Film; Hörspiele und Sendungen für den ORF und komponierte Bühnenmusik für die Schauspielhäuser Hamburg, Stuttgart, Schwerin, Gera, Ljubljana, Klagenfurt, Linz und Graz sowie für die Wiener Festwochen. Zahlreiche Konzerte und Tonträger mit vielen Ensembles für Neue Improvisierte Elektronische und Experimentelle Musik dokumentieren sein Schaffen.


Johannes Schrettle

Homepage Literaturhaus

Homepage 2. Liga für Kunst und Kultur


Michael Gernot Sumper

Homepage KUG-Schauspiel

Geboren 1993 in Graz und aufgewachsen bei Weiz. Nach seinen Anfängen bei der Theaterfabrik Weiz studierte er 2013 - 14 Germanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaft auf der Universität Wien. 2014 begann er das Schauspielstudium auf der Kunstuniversität Graz. Zu sehen war er 2014 am Heunburg-Theater in „Die Stühle“ (Regie: Andreas Ickelsheimer), 2016 im Schauspielhaus Graz in „Der Mondmann“ (Regie: Mathias Schönsee) und 2017 im Theater im Palais der KUG in „My lovely Europe“ (Regie: Carola Unser). Sein zweites Buch „Wo man alt wird, wird man Alltag? Gedichte, Geschichten, Theater“ ist 2016 im Vehling Verlag erschienen. Sein Dokumentarfilm „Die Kriegszeit rund um St. Ruprecht/Raab“ lief 2017 im Dieselkino Gleisdorf und Annenhofkino Graz. Mit Karlheinz Donauer hat er die CD „Was tut man nicht aus Liebe? Gedichte und Chansons“ aufgenommen. Auch wurde er 2012 beim Videowettbewerb unter Dieter Pochlatko und 2016 beim Wortschatz Markt Hartmannsdorf unter Peter Simonischek ausgezeichnet.


Rafael Wieser

geboren 1985 in Hall in Tirol

Ausbildung an der Schauspielakademie Elfriede Ott in Wien. (Diplom 2013)

Engagements u.a. am Theater der Jugend, Theater in der Josefstadt, Stadttheater Berndorf, Schuberttheater Wien, Open House Vienna, Nestroyspiele Schwechat, Festspiele Maria Enzersdorf, Glockenhof Tirol, Viertelfestival Niederösterreich Pulkau
Lesungen in der Gesellschaft für Literatur Wien und im Rahmen einer Theaterproduktion auf der Probebühne im Theater in der Josefstadt.

Produktionen

2018

Nachtasyl

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?


Vitus Wieser

Homepage


Produktionen

2018

Nachtasyl

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?


Thomas Sobotka

geboren 1974 in Graz

Bis 1997 Aneignung umfassender Halbbildung
1998 bis 2002 Theaterausbildung in Graz und Wien (Diplom: 2002)

Engagements als freier Regisseur und Schauspieler bei Schauspielhaus Graz, Oerol Festival, Literaturhaus Graz, theater mundwerk, steirischer herbst, Theater am Ortweinplatz, Macht/schule/theater, La Strada, Toihaus Salzburg, Theater im Keller, quadrama, Universität für Musik und darstellende Kunst, Graz 2003, TAG, Kulturzentrum bei den Minoriten, uniT, schauPLATZgraz, u.a.

2003 – 2006 Regieassistenz mit Spielverpflichtung am Schauspielhaus Graz. Zusammenarbeit u.a. mit Cornelia Crombholz, Marc von Henning, Jürgen Bosse, Friederike Heller, Gian Manuel Rau, Theater im Bahnhof, Elisabeth Gabriel, Cihan Inan.

2008 Gründung von t’eig.

2012 bm:ukk: outstanding artist award - Darstellende Kunst


Produktionen

Inszenierungen:

2018

fAUSt und vorbei
J.W. Goethe
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Nachtasyl
nach Maxim Gorki
Textbeitrag: Johannes Schrettle
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Plan B - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Wolfgang Bauer
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Raphael Meinhart
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Warten auf Godot
Samuel Beckett
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Severin Steinhöfel
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Passion - Uraufführung
Textbeitrag: Sophie Reyer
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2016

philoktet
Heiner Müller
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Oliver Majstorovic

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ödön von Horváth
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Thomas Petritsch (Effi)

Die Welt ist ein Dorf - Uraufführung
Weiterentwicklung von "Das Dorf" (s.u.)
Ausstattung: Markus Boxler
Expeditie beim Oerol Festival in Terschelling/NL

Schönste Zeit - Uraufführung
Support: Karin Gschiel
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2015

3schWESTERN - Uraufführung der Textfassung
Anton Tschechow
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Luka Sulzer

PiNOCCHiO - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Papa Steph and his Brass Band

h'amlet - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.15
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Hell-Sing-Chor

2014

NESTORY - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: The Devil's Empire

Das DORF - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ronald Wenzel
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Woyzeck live
Georg Büchner
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2013

Auf dem Land
Martin Crimp
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BARBAREN! - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.14
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Oliver Majstorovic, Makki (Daniela Riedl)
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Klassen Feind-oldschool
Nigel Williams
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Birgit Prutsch
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2012

Multiverse - Uraufführung
oder: "Ich weiß nicht, ob ich ein besserer Schauspieler geworden wäre, wenn ich mehr Regisseure wie mich gehabt hätte"
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.13
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BAAL
Bertolt Brecht
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: air rapide
Dramaturgie: Alexandra Rollett

DNA - Österreichische Erstaufführung
Dennis Kelly
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2011

Eskalation ordinär
Werner Schwab
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.12
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ivory Parker
Dramaturgie: Alexandra Rollett

APOKALYPSE - Uraufführung
nach der Offenbarung des Johannes
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Emilia G.
nach G. E. Lessing
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2010

Der Kissenmann
Martin McDonagh
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

heimweh - "Erdäpfel-Brezn-Supp'n kann ich mir überall machen!" - Uraufführung
Ausstattung: Irene Edenhofer-Welzl

heldInnen
nach dem Stück „helden“ von Ewald Palmetshofer
und einem Stück Realität von 5heldInnen
- STELLA11: Herausragende Produktion für Jugendliche
- bestOFFstyria 2.10 - "Preis der Jury"
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2009

Remember tser0 - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.10
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Fischer und seine Frau - Uraufführung
nach den Hausmärchen der Gebrüder Grimm
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

brick in the wAll - Uraufführung
- Gewinner von bestOFFstyria 2.9
Bühne: Bernhard Bauer
Kostüme: Eva Andersch-Hartner
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2008

Ledergfrieß – unplugged
nach Helmut Krausser
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.9
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Geizige
Molière

Der Nudelfresser - Österreichische Erstaufführung
Wilfried Happel
Ausstattung: Christina Weber
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2007

Herr der Fliegen - Uraufführung
nach William Golding
Co-Regie: Karin Gschiel

Komödie der Irrungen
William Shakespeare

Mensch Maja - Uraufführung
nach KIDS von Larry Clark
Co-Regie: Karin Gschiel

2006

Was ihr wollt
William Shakespeare
Co-Regie: Susanne Lipinski

Sauschneidn (szenische Skizze)
Ewald Palmetshofer
Ausstattung: Tanja Kramberger
Dramaturgie: Tabea Tangerding

2005

Quartett
Heiner Müller
Bühne: Christian Pölzler
Kostüme: Elisabeth Perteneder
Dramaturgie: Tabea Tangerding

bis 2004

ARTig
nach Yasmina Reza

Berg der Erinnerungen - Eröffnung Graz 2003

vier.frau(en)
TRANCE.zendent

Bedroom Farce
nach Alan Ayckbourn


Markus Boxler

geboren 1973 in Wertingen (Deutschland)

1997 – 2001 Studium der Bühnengestaltung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz (Diplom Bühnen- und Kostümgestaltung: 2001)

1998 – 2008 verschiedene Bühnenbild- und Kostümassistenzen, u. a. an folgenden Spielstätten: Schauspielhaus Graz; Palace of Arts Budapest; Oper Graz; Haydnfestspiele Eisenstadt; Opéra-Théâtre de Metz; Staatsoper Dresden; Nibelungenfestspiele Worms; Ruhrfestspiele Recklinghausen; Théâtre National du Luxembourg; Théâtre du Châtelet Paris

Seit 2001 als freischaffender Ausstatter und Bühnenbildner tätig, u. a. in Zusammenarbeit mit den Regisseur*innen Friederike Czeloth („Fräulein Else“, „Effi Briest“ und „Penthesilea“, Schauspielhaus Graz), Franz Wittenbrink („Nix wie weg“, Schauspielhaus Graz), Hannes Hirth („Die Zeitreise“ und „Die Olchis und die Teufelshöhle“, Kinderfestspiele Giebelstadt) und Adrian Schvarzstein („Seasons“, Cirque Noël Graz).


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Ausstattung

Nachtasyl
Ausstattung

Plan B
Ausstattung

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Ausstattung

Warten auf Godot
Ausstattung

Passion
Ausstattung

2016

philoktet
Ausstattung

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ausstattung

Die Welt ist ein Dorf
Ausstattung / Betreuung

Schönste Zeit
Ausstattung

2015

3schWESTERN
Ausstattung

PiNOCCHiO
Ausstattung

h'amlet
Ausstattung

2014

NESTORY
Ausstattung

Das DORF
Ausstattung / Performance

Woyzeck live
Ausstattung

2013

Auf dem Land
Ausstattung

BARBAREN!
Ausstattung

Klassen Feind - oldschool
Ausstattung

2012

MULTIVERSE
Ausstattung

BAAL
Ausstattung

DNA
Ausstattung

2011

ESKALATION ORDINÄR
Ausstattung

APOKALYPSE
Ausstattung

Emilia G.
Ausstattung

2010

Der Kissenmann
Ausstattung

heldInnen
Ausstattung

2009

Remember tser0
Ausstattung

2008

Ledergfrieß
Ausstattung


Stephanie Liebmann

geboren 1987 in Graz

Studium der Germanistik und Medienkundlicher Lehrgang an der Uni Graz.
Seit 2011 u.a. Tätigkeit im Bereich Kommunikation und Organisation im Literaturhaus Graz insbesondere für das Kinder- und Jugendbuchfestival bookolino.
2014 Tätigkeit beim steirischen herbst im Bereich Kunstvermittlung.


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Dramaturgie

Nachtasyl
Dramaturgie

Plan B
Dramaturgie

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Dramaturgie

Warten auf Godot
Dramaturgie

Passion
Dramaturgie

2016

philoktet
Dramaturgie

Geschichten aus dem Wiener Wald
Dramaturgie

Schönste Zeit
Dramaturgie

2015

3schWESTERN
Dramaturgie

PiNOCCHiO
Dramaturgie

h'amlet
Dramaturgie

2014

Das DORF
Assistenz


Jasmin Karami

geboren 1989 in Bruck/Mur

Verschiedene Tätigkeiten als Assistentin, Hospitantin und Mitarbeiterin u.a. bei steirischer herbst, La Strada, Ring-AWARD, DramatikerInnenfestival Graz, Theater Quadrat, Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Theater im Bahnhof


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Assistenz

Nachtasyl
Assistenz

Plan B
Assistenz

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Assistenz


Karin Gschiel

geboren 1975 in Hartberg

1998 – 2003 Theater- und Medienorientierte Fächerkombination an der KF-Universität Graz.
ab 1999 dramatischer Unterricht.
2002 – 2004 Hochschullehrgang "Theatre Work in Social Fields" an der KF-Universität Graz mit schauspielrelevanten Modulen unter der Leitung von internationalen Lehrern (Abschluss: akademisch geprüfte Theaterpädagogin). Seither theaterpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, psychisch kranken Menschen und StudentInnen.

Seit 2004: Theaterpädagogin im Theater am Ortweinplatz (TaO!)

2006 Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.

2008 Gründung von t'eig.

Seit 2010: Theaterlehrerin im maturablen Fach "Bühnenspiel" im BORG Dreierschützengasse, Graz


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Nachtasyl

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot
Theaterpädagogik

Passion

2016

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schönste Zeit
Support, Theaterpädagogik

2015

3schWESTERN

PiNOCCHiO

h'amlet

2014

NESTORY

Das DORF

Woyzeck live
Theaterpädagogik

2013

Auf dem Land

BARBAREN!
Theaterpädagogik

2012

MULTIVERSE

BAAL

DNA
Theaterpädagogik

2011

APOKALYPSE

Der Kissenmann

heldInnen
Theaterpädagogik

2009

Remember tser0

2008

Ledergfrieß


Das Leben wird nur vorgegaukelt

Den Clown als Spötter der Gesellschaft und Überschreiter von Grenzen stellt das t'eig Theater ins Zentrum seiner jüngsten Produktion in den Uhrturmkasematten. Sie orientiert sich an Maxim Gorkis "Nachtasyl".

Wenn sich das Co-Working-Center, in dem einander Kreativarbeiter auf die Nerven gehen, in ein Nachtasyl verwandelt, wo sich die Bewohner gegenseitig um Geld und/oder Leben bringen, wenn auch noch archetypische Clown-Figuren die Bühne bevölkern, dann wohnt man mit ziemlicher Sicherheit einer t'eig-Produktion bei. Dieses Mal gelingt es Regisseur Thomas Sobotka und seinem Team aber besonders gut, erstaunlich viele Ebenen zu einer Einheit zu verschmelzen.

Die Uhrturmkasematten sind - auch dank Markus Boxlers kluger Ausstattung - der ideale Schauplatz für diesen knallharten Überlebenskampf der sozial Schwachen. Da wird schnell aus der Theaterpädagogin (Karin Gschiel) die Hure Kwaschnja, aus dem Stadttheaterschauspieler (Oliver Chomik) der Baron, aus dem Schauspielstudenten (Michael Sumper) ein Spieler und Säufer.
Da entwickelt sich zwischen Wassilissa (Slawistin Mona Kospach), Wasjka (Freelancer Rafael Wieser), Natascha (Performerin Alexandra Schmidt) und Kostylew (Regisseur Thomas Sobotka) ein mörderisches Beziehungsgeflecht. Da nimmt die Ehe von Anna (Opernsängerin Kristina Owais) und Andrej (Musiker Josef Klammer) ein tragisches Ende und bilden Kabarettist Vitus Wieser als Luka und Autor Johannes Schrettle als Schauspieler ein optimistisch-tödliches Duo.

Es ist ungemein spannend, diesen Verwandlungen und Aufschichtungen zuzuschauen, ihnen auf den Grund zu gehen. Eine faszinierende Collage aus Prekariat und Elend, mit einem bitteren Sinn für Humor.
Kronen Zeitung


NACHTASYL: Theater T’eig oder Theater der Selbstbezichtigung

Eins steht fest: Im Sommer muss man nicht nach Salzburg, um ein Theater zu erleben, dessen Inszenierungskonzept vordergründig von der interpretativen Regiebearbeitung des Stoffes lebt. Kein Neuenfels, kein Castorf ist nötig, das Ensemble oder besser: die t’eiger stehen für eine ganz spezielle und sich kontinuierlich verfeinernde Dramaturgie. Sie haben sich mittlerweile das, was sie mit den sogenannten großen Theatermachern teilen, erspielt: Wiedererkennungswert.

Im Wesen dieser Sache liegt natürlich eine Dialektik, die darin, abhängig von der eingenommen Perspektive, entweder Vorteile oder Nachteile sichtbar werden lässt. Wir wollen die Vorzüge herausstreichen, denn diese überwiegen; zuallererst ist t’eig selbstentlarvend, radikal, suchend, ein Theater der Selbstreferenzialität. Verwischt werden dabei die Grenzen zwischen Figur und realer Person, stets werden die Wechselbezüge zwischen Schauspiel und Leben in actu thematisert, das kennt man von Yael Ronen und anderen. „Was macht man, wenn das Schauspielhaus im Sommer Pause macht?“, fragt der dem dortigen Ensemble angehörige Oliver Chomik. Selbsterklärend.

T’eig hat aber noch eine entscheidende Erweiterung in der Selbstbeobachtung zu bieten, die eben darin besteht, den Spieltext stets auch mit den schauspielenden Personen zu verweben. Das heißt, die t’eiger spielen den Text nicht vor, sondern befragen den Text in Bezug auf ihr ganz persönliches Leben. Sie reflektieren somit im Spiel praktische Implikationen des Skriptums auf die subjektive Lebenswelt. Auch das kennt man, insbesondere von René Pollesch und dessen Diskurstheater. Aber ja, das kann nur wirkungsmächtig sein, wenn das Ensemble diesen außergewöhnlichen Anforderungen gewachsen ist. Und auch das ist es, ganz besonders die Frauen strahlen hervor.

Mona Kospach und Karin Gschiel bilden eine Art „expressive Totalität“, um es mit Louis Althusser zu sagen: durch sie formiert sich um sie herum ein Theatererlebnis, das nicht nur auf Grund der neuerlich gewagten Räumlichkeit von der Regel abweicht. Das Publikum findet sich am Schlossberg ein, oben, in der Uhrtum-Kasematte und sieht ein Spiel vom Sterben des sozialen Menschen.

Die Szenerie ein Co-Working-Office oder Kollektivbüro, wie die t’eiger es bezeichnen. Hier wird gefeilt an der Karriere, geprobt für den großen Auftritt, aber eben nur der Idee nach. Der Plan hat nämlich reichlich Sand im Getriebe, man plant und plant und setzt nichts um. Die selbstoptimierenden, künstlerisch tätigen Figuren sitzen an separeten Schreibtischen, vor einem Spiegel, der eigentlich ein Laptop ist: Jeder Laptop ist ein Spiegel, in dem das Selbst inszeniert, getunt und präsentiert wird.

Die Arbeit am Selbst ist eine Arbeit an der Rolle, die man gerne für andere darstellen und verkörpern möchte, das kann man aus dieser Vorstellung mit nach Hause nehmen. Kristina Owais zum Beispiel, eine Opernsängerin, singt voller Ambitionen, übt eisern und diszipliniert ihre Arien und übertönt dadurch die anderen, die sich mit ihren eigenen Projekten abmühen. Die Selbstbezogenheit auch hier, wenn sie wahrlich stimmgewaltig und emotionsgeladen „Addio del passato“ darbietet. Sie erzählt vom Scheitern und macht dadurch deutlich, dass sie eine vom Weg Abgekommene ist. Thomas Sobotka, zuständig für Regie und Textfassung, spannt dabei gleich ein Netz auf, in dem er die Bohème und eben die Traviata mit der Gorki-Vorlage verwebt. Das entspricht dem dramaturgischem Selbstverständnis und folgt diesem auch in der aktuellen Inszenierung konsequent. Vielleicht ist es an manchen Stellen aber wohl doch zu viel des Anspielens und mehr tatsächliches Ausspielen anzuraten.

Wieder die Vorzüge: wirkungsvoll zu unterstreichen vermögen die eingesetzten Clowns von Sobotka die Annahme, dass wir in unserer Rollenhaftigkeit gerade das zu verschleiern versuchen, was wir eigentlich sein wollen. Die Figuren werden im Stück nach und nach zur clownesken Montage ihrer selbst und erlangen eben dadurch eine Distanz zu sich. In der Ich-Ferne erblickt man sich von außen, ohne die Rolle zu spielen, das ist großartig und verdient besonderen Respekt.

So haben die t’eiger einmal mehr bewiesen, dass sie originell und erfindungsreich Wege beschreiten, die anderswo schon im Keim ersticken. Das rüttelt auf, schüttelt die erlebten Theatererwartungen durch und überzeugt, weil die Wirkung direkt im Einzelnen auf Resonanz stößt; ein Asyl, am Tag wie in der Nacht.

Raffael Hiden reflay.com


Interdisziplinär krepieren

Maxim Gorkis "Nachtasyl" als Märchen ohne Happy End.

"Ich bin ein unabhängiges Einpersonenunternehmen", versucht der Untermieter eines Co-Working-Space sein Prekariat zunächst noch als Privileg zu verkaufen. An Arbeit ist in der Kakofonie des mit kleinen Tischchen strukturierten Raumes, zwischen einer Opernsängerin, einem Tagedieb und einem depressiven Schauspieler aber ohnehin nicht zu denken.

Obenauf und doch im Untergrund: Das t'eig Theater hat es mit Gorkis "Nachtasyl" in die Uhrturmkasematten auf dem Grazer Schloßberg verschlagen. In den historischen Räumlichkeiten übersetzt Regisseur Thomas Sobotka die Geschichte der Deklassierten in die Gegenwart. Dabei kann er sich auf ein großartiges Ensemble verlassen, das zwischen Tumult und Feinheit nicht den Überblick verliert.

Konterkariert wird das Elend durch die Maskierung: Nach und nach verwandeln sich die Protagonisten in Clowns unterschiedlicher Varianz. Witzig an der Oberfläche, voll Bitterkeit in der Tiefe. [...] Hier krepiert man unabhängig, interdisziplinär und konsequent.
Kleine Zeitung