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Remember tser0

Uraufführung
Ort:

Remember tser0 - message to a future me

 

 bestOFFstyrialogo eingeladen zu bestOFFstyria 2.10

Frag dich nicht, wer du bist. Du wirst es ohnehin vergessen. Du bist nur ein Moment, eine 10-Minuten-Existenz. Frag dich lieber, was du tun wirst. Und vor allem: ob du Rache nimmst. Denn: wie kannst du vergeben, wenn du dich nicht erinnerst zu vergessen.

tser0t’eig erzählt mit 2 Darstellern die Geschichte eines Mannes, welcher der Zeit abhanden gekommen ist. Antero- und retrograde Amnesie: keine Vergangenheit – keine Zukunft – keine Identität. Ein Moment nach dem anderen. Nicht austauschbar, da der Augenblick sofort verschwindet, sobald der nächste eintritt.
Und doch tauchen immer wieder Erinnerungsfetzen auf. Sie erzählen von Mord und Verrat, Liebe und Eifersucht. Es sind uralte Geschichten und Geschichten von nächster Woche. Alles, was je stattgefunden hat, alles, was je stattfinden wird, trifft sich im Gedächtnis eines Menschen, der keinen Unterschied mehr machen kann zwischen Freund und Feind, Plan und Tat, Wunsch und Notwendigkeit.
Eine Orestieparaphrase zwischen Groschenkrimi und Klassiker, Film noir und Hollywoodthriller, Site-specific-Performance und Amphitheater, Auftragsmord und Tantalidenfluch.

tser01©Fotos: OchoReSotto

Mitwirkende:

SKA

Adresse:
Grabenstraße 8, 8010 Graz

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus: (H) Grabenstraße: 41, 58, 63

Karin Gschiel

geboren 1975 in Hartberg

1998 – 2003 Theater- und Medienorientierte Fächerkombination an der KF-Universität Graz.
ab 1999 dramatischer Unterricht.
2002 – 2004 Hochschullehrgang "Theatre Work in Social Fields" an der KF-Universität Graz mit schauspielrelevanten Modulen unter der Leitung von internationalen Lehrern (Abschluss: akademisch geprüfte Theaterpädagogin). Seither theaterpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, psychisch kranken Menschen und StudentInnen.

Seit 2004: Theaterpädagogin im Theater am Ortweinplatz (TaO!)

2006 Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.

2008 Gründung von t'eig.

Seit 2010: Theaterlehrerin im maturablen Fach "Bühnenspiel" im BORG Dreierschützengasse, Graz


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Nachtasyl

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot
Theaterpädagogik

Passion

2016

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schönste Zeit
Support, Theaterpädagogik

2015

3schWESTERN

PiNOCCHiO

h'amlet

2014

NESTORY

Das DORF

Woyzeck live
Theaterpädagogik

2013

Auf dem Land

BARBAREN!
Theaterpädagogik

2012

MULTIVERSE

BAAL

DNA
Theaterpädagogik

2011

APOKALYPSE

Der Kissenmann

heldInnen
Theaterpädagogik

2009

Remember tser0

2008

Ledergfrieß


Christian Ruck

geboren 1961 in Graz

1980 bis 1984 Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. (Diplom: 1984)

Engagements als Schauspieler bei Komödienspiele Porcia, Stadttheater Klagenfurt, Vereinigte Bühnen Graz (1984 – 1986), Volkstheater Wien (1987), theatermërz (1988 – 2005), t'eig (seit 2008)

Seit Dezember 2005 als Spielberater des Landes Steiermark zuständig für das außerberufliche und außerschulische Theater in der Steiermark.
Daneben Tätigkeit als freier Schauspieler u.a. bei laut!, Theaterland Steiermark, Literaturhaus Graz, Gruppe Dagmar, TaO! und Schaubühne Graz.


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot

Passion

2016

philoktet

Geschichten aus dem Wiener Wald

2015

3schWESTERN

PiNOCCHiO

h'amlet

2014

NESTORY

2013

Auf dem Land

Klassen Feind - oldschool

2012

MULTIVERSE

BAAL

2011

ESKALATION ORDINÄR

2010

Der Kissenmann

2009

Remember tser0

2008

Ledergfrieß


Thomas Sobotka

geboren 1974 in Graz

Bis 1997 Aneignung umfassender Halbbildung
1998 bis 2002 Theaterausbildung in Graz und Wien (Diplom: 2002)

Engagements als freier Regisseur und Schauspieler bei Schauspielhaus Graz, Oerol Festival, Literaturhaus Graz, theater mundwerk, steirischer herbst, Theater am Ortweinplatz, Macht/schule/theater, La Strada, Toihaus Salzburg, Theater im Keller, quadrama, Universität für Musik und darstellende Kunst, Graz 2003, TAG, Kulturzentrum bei den Minoriten, uniT, schauPLATZgraz, u.a.

2003 – 2006 Regieassistenz mit Spielverpflichtung am Schauspielhaus Graz. Zusammenarbeit u.a. mit Cornelia Crombholz, Marc von Henning, Jürgen Bosse, Friederike Heller, Gian Manuel Rau, Theater im Bahnhof, Elisabeth Gabriel, Cihan Inan.

2008 Gründung von t’eig.

2012 bm:ukk: outstanding artist award - Darstellende Kunst


Produktionen

Inszenierungen:

2018

fAUSt und vorbei
J.W. Goethe
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Nachtasyl
nach Maxim Gorki
Textbeitrag: Johannes Schrettle
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Plan B - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Wolfgang Bauer
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Raphael Meinhart
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Warten auf Godot
Samuel Beckett
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Severin Steinhöfel
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Passion - Uraufführung
Textbeitrag: Sophie Reyer
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2016

philoktet
Heiner Müller
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Oliver Majstorovic

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ödön von Horváth
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Thomas Petritsch (Effi)

Die Welt ist ein Dorf - Uraufführung
Weiterentwicklung von "Das Dorf" (s.u.)
Ausstattung: Markus Boxler
Expeditie beim Oerol Festival in Terschelling/NL

Schönste Zeit - Uraufführung
Support: Karin Gschiel
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2015

3schWESTERN - Uraufführung der Textfassung
Anton Tschechow
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Luka Sulzer

PiNOCCHiO - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Papa Steph and his Brass Band

h'amlet - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.15
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Hell-Sing-Chor

2014

NESTORY - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: The Devil's Empire

Das DORF - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ronald Wenzel
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Woyzeck live
Georg Büchner
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2013

Auf dem Land
Martin Crimp
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BARBAREN! - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.14
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Oliver Majstorovic, Makki (Daniela Riedl)
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Klassen Feind-oldschool
Nigel Williams
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Birgit Prutsch
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2012

Multiverse - Uraufführung
oder: "Ich weiß nicht, ob ich ein besserer Schauspieler geworden wäre, wenn ich mehr Regisseure wie mich gehabt hätte"
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.13
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BAAL
Bertolt Brecht
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: air rapide
Dramaturgie: Alexandra Rollett

DNA - Österreichische Erstaufführung
Dennis Kelly
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2011

Eskalation ordinär
Werner Schwab
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.12
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ivory Parker
Dramaturgie: Alexandra Rollett

APOKALYPSE - Uraufführung
nach der Offenbarung des Johannes
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Emilia G.
nach G. E. Lessing
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2010

Der Kissenmann
Martin McDonagh
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

heimweh - "Erdäpfel-Brezn-Supp'n kann ich mir überall machen!" - Uraufführung
Ausstattung: Irene Edenhofer-Welzl

heldInnen
nach dem Stück „helden“ von Ewald Palmetshofer
und einem Stück Realität von 5heldInnen
- STELLA11: Herausragende Produktion für Jugendliche
- bestOFFstyria 2.10 - "Preis der Jury"
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2009

Remember tser0 - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.10
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Fischer und seine Frau - Uraufführung
nach den Hausmärchen der Gebrüder Grimm
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

brick in the wAll - Uraufführung
- Gewinner von bestOFFstyria 2.9
Bühne: Bernhard Bauer
Kostüme: Eva Andersch-Hartner
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2008

Ledergfrieß – unplugged
nach Helmut Krausser
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.9
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Geizige
Molière

Der Nudelfresser - Österreichische Erstaufführung
Wilfried Happel
Ausstattung: Christina Weber
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2007

Herr der Fliegen - Uraufführung
nach William Golding
Co-Regie: Karin Gschiel

Komödie der Irrungen
William Shakespeare

Mensch Maja - Uraufführung
nach KIDS von Larry Clark
Co-Regie: Karin Gschiel

2006

Was ihr wollt
William Shakespeare
Co-Regie: Susanne Lipinski

Sauschneidn (szenische Skizze)
Ewald Palmetshofer
Ausstattung: Tanja Kramberger
Dramaturgie: Tabea Tangerding

2005

Quartett
Heiner Müller
Bühne: Christian Pölzler
Kostüme: Elisabeth Perteneder
Dramaturgie: Tabea Tangerding

bis 2004

ARTig
nach Yasmina Reza

Berg der Erinnerungen - Eröffnung Graz 2003

vier.frau(en)
TRANCE.zendent

Bedroom Farce
nach Alan Ayckbourn


Markus Boxler

geboren 1973 in Wertingen (Deutschland)

1997 – 2001 Studium der Bühnengestaltung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz (Diplom Bühnen- und Kostümgestaltung: 2001)

1998 – 2008 verschiedene Bühnenbild- und Kostümassistenzen, u. a. an folgenden Spielstätten: Schauspielhaus Graz; Palace of Arts Budapest; Oper Graz; Haydnfestspiele Eisenstadt; Opéra-Théâtre de Metz; Staatsoper Dresden; Nibelungenfestspiele Worms; Ruhrfestspiele Recklinghausen; Théâtre National du Luxembourg; Théâtre du Châtelet Paris

Seit 2001 als freischaffender Ausstatter und Bühnenbildner tätig, u. a. in Zusammenarbeit mit den Regisseur*innen Friederike Czeloth („Fräulein Else“, „Effi Briest“ und „Penthesilea“, Schauspielhaus Graz), Franz Wittenbrink („Nix wie weg“, Schauspielhaus Graz), Hannes Hirth („Die Zeitreise“ und „Die Olchis und die Teufelshöhle“, Kinderfestspiele Giebelstadt) und Adrian Schvarzstein („Seasons“, Cirque Noël Graz).


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Ausstattung

Nachtasyl
Ausstattung

Plan B
Ausstattung

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Ausstattung

Warten auf Godot
Ausstattung

Passion
Ausstattung

2016

philoktet
Ausstattung

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ausstattung

Die Welt ist ein Dorf
Ausstattung / Betreuung

Schönste Zeit
Ausstattung

2015

3schWESTERN
Ausstattung

PiNOCCHiO
Ausstattung

h'amlet
Ausstattung

2014

NESTORY
Ausstattung

Das DORF
Ausstattung / Performance

Woyzeck live
Ausstattung

2013

Auf dem Land
Ausstattung

BARBAREN!
Ausstattung

Klassen Feind - oldschool
Ausstattung

2012

MULTIVERSE
Ausstattung

BAAL
Ausstattung

DNA
Ausstattung

2011

ESKALATION ORDINÄR
Ausstattung

APOKALYPSE
Ausstattung

Emilia G.
Ausstattung

2010

Der Kissenmann
Ausstattung

heldInnen
Ausstattung

2009

Remember tser0
Ausstattung

2008

Ledergfrieß
Ausstattung


Alexandra Rollett

geboren 1978 in Graz

Studium Germanistik und Kunstgeschichte, Medienkundlicher Lehrgang an der Uni Graz.

Regie- und Dramaturgieassistenzen am Schauspielhaus Graz, Theater Phönix Linz und beim steirischen herbst. Hausdramaturgin am Theater Phönix Linz (2002-2005).
Mit Unterbrechungen seit 1999 Dramaturgin bei dramagraz / forum stadtpark theater.
Diverse Produktionen in der freien Szene Graz.
Uraufführungsbetreuung etlicher Stücke von Peter Handke, Elfriede Jelinek, Franzobel, Barbara Frischmuth, Kerstin Specht, Andreas Jungwirth, Margret Kreidl usw. Intensive Zusammenarbeit u. a. mit Händl Klaus, Ernst M. Binder, Harald Gebhartl und Georg Staudacher.

Weiters Regieassistenzen für Spiel- und Dokumentarfilme; Pressebetreuung und konzeptuelle Beratung diverser Grazer Musiker und Bands sowie bildender Künstler; Konzept und Gestaltung szenischer Lesungen und Installationen (Schauspielhaus Graz, Forum Stadtpark); Veröffentlichungen in div. Feuilletonmagazinen.


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
dramaturgische Mitarbeit - outside eye

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
dramaturgische Mitarbeit - outside eye

2014

Das DORF
Dramaturgie

Woyzeck live
Dramaturgie

2013

Auf dem Land
Dramaturgie

BARBAREN!
Dramaturgie

Klassen Feind - oldschool
Dramaturgie

2012

MULTIVERSE
Dramaturgie

BAAL
Dramaturgie

DNA
Dramaturgie

2011

ESKALATION ORDINÄR
Dramaturgie

APOKALYPSE
Dramaturgie

Emilia G.
Dramaturgie

2010

Der Kissenmann
Dramaturgie

heldInnen
Dramaturgie

2009

Remember tser0
Dramaturgie

2008

Ledergfrieß
Dramaturgie


Eugen Schöberl

geboren 1975 in Graz

Diplom an der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Graz.

Seit 1995 freiberufliche Tätigkeit als Lichtgestalter im Theater- und Eventbereich.

Seit 2007 verstärkte Beschäftigung mit Licht und Raum im Architekturbereich.
U. a. als Lehrbeauftragter am Institut für Raumgestaltung an der Technischen Universität in Graz und als freier Mitarbeiter im Lichtplanungsbüro VEDDER.LICHTMANAGEMENT

2010 Zertifizierung zum Lichtberater für Innenbeleuchtung (PLA)
2012 Gründung der gaft&onion ZT-KG


Produktionen

Haus- und Hof-Lichtdesigner von 2008 bis 2017


Christian Ruck und Karin Gschiel führen durch die Windungen des Gehirns, des Stücks, der Location 
"Remember tser0" der Theatergruppe t'eig im Grazer Ska

In den Erinnerungen des Orest

Die Orestie in ungewöhnlicher Form zeigen Regisseur Thomas Sobotka und sein Theater t'eig im Grazer Ska in der Grabenstraße 8: Die Akteure entführen auf eine Reise durch das Lokal, durch die Windungen eines verletzten Gehirns und gleich noch durch die griechische Mythologie. Höchst spannend und unterhaltsam.
Sobotka und seine Dramaturgin Alexandra Rollett haben mit "Remember tser0" (Vifzacks erkennen den verkehrt geschriebenen Orest sofort) eine komplexe, ineinander verschachtelte Szenenfolge geschaffen, die sich gegen Ende mehr und mehr auflöst, bis dahin aber wunderbar die Spannung hält. Sie erzählt die Geschichte eines Mannes ganz ohne Gedächtnis, der auf den Spuren des antiken (Anti-)Helden Orest wandelt.
Quer durch die verschiedenen Genres ist dieses blutige Spiel angelegt, das nicht nur in menschliche Abgründe führt, sondern auch durch die verschachtelten Räume des Ska. Krimi wird hier ebenso bedient wie die griechische Tragödie - alles wild durcheinander gemischt.
Karin Gschiel und Christian Ruck spielen sich in rasantem Wechsel durch alle Rollen, nehmen's auch mit dem Geschlecht nicht immer ganz genau und sorgen so neben konstanter Spannung auch für jede Menge Humor. Ein kluger, witziger und temporeicher Abend, der dem Publikum ebenso viel bietet wie er von ihm fordert. Äußerst sehenswert!
Kronen Zeitung


THEATER IN DER DISCO

Von der Mythologie zu ewiger Amnesie
GRAZ. In Herrscherhäusern spielte er sich immer wieder ab, Freuds Psychoanalyse ist davon inspiriert, Regisseur Thomas Sobotka und Dramaturgin Alexandra Rollett holen den Krimistoff aus den Gewölben der Seele in die Keller-Disco SKA: Der Tantalidenfluch, die Erbsünde des griechischen Götterfrevlers, hängt in der „t’eig-Produktion“ als Damoklesschwert über den Handlungssträngen. Uniform typisiert schlüpft das fantastische Duo Karin Gschiel und Christian Ruck in die Rolle eines an Amnesie leidenden Mannes, wechselt vom Muttermordthriller zur Mythologie, von Gehirnlektionen zu Slapsticks und reizt bei der Odyssee durchs Tanzlokal Spielvarianten menschlichen Schicksals aus. „Remember tserO – message to a future me“ (tserO=Orest) klingt zwar abschreckend hochgeschraubt. Doch die zwei Schauspielmagier fesseln mit locker hintergründigem Spiel. Absolut sehenswert!
Kleine Zeitung


Achtung, fertig: Schießen wir los!

Showdown im SKA: Thomas Sobotka hat sein Stück für den legendären Club maßgeschneidert:
Theater t'eig seziert in seiner neuen Arbeit ganz undramatisch den Augenblick.
Man war nach dem Abend mit dem theater t'eig ("Remember tser0") unweigerlich versucht, Phantom Ghosts feines Lied "Thrown out of drama school" zu summen. Nicht nur wegen der im Titel zum Ausdruck kommenden Anglophilie, sondern weil die Gruppe vor einiger Zeit beschlossen hatte, herkömmliche Theaterkontexte ("Stadttheater") einzutauschen gegen durchaus offenere Arbeitsformen der "freien Szene".
Die Produktion ist extrem ortsspezifisch gedacht und hat mit klassisch dramatischem Theater nur ganz wenig am Hut.
Sobotka hat "Remember tser0" dem SKA, dem legendärsten Grazer Club der Achtziger, auf den Raum geschrieben - Jogging High, Boy-George-Make-up und Cure-Soundtrack inklusive. Den formalen Rahmen für die in wilder Schichtung aufeinander folgenden Szenen gibt ein Stationendrama für zwei Schauspieler (Karin Gschiel, Christian Ruck) durch die versifften Clubräume ab, erzählt wird dabei die Geschichte eines Mannes/ einer Frau ohne Eigenschaften und Erinnerung. Die Orestie, der Tantalidenfluch spielen darin eine Rolle, die Auswirkungen von schusswaffenindizierten Schädel-Hirn-Traumata auf die Gedächtnisleistung, aber auch Gangsterpärchen-Konstellationen, wie man sie aus dem Film noir kennt. Am ehesten lesbar ist der ziemlich trashige [...] Gender-Bender-Abend mit rasanten Kostümwechseln als kleine Rache Sobotkas an Historisierungen und Mythenbildungen jeder Art. "Das Einzige, was zählt, ist der Augenblick", heißt es gegen Ende fast programmatisch. Dabei war's damals im SKA gar nicht so schlimm!
Falter