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Schönste Zeit

Uraufführung
Ort:

Die Schönste Zeit im Leben ist die Schulzeit, oder?

Und Jahre später fragt man sich, welcher »Best Friend Forever« wohl zum zweiten Mal geschieden ist und wer es wirklich zu was gebracht hat.

Welche Träume haben sich erfüllt, welche Bedürfnisse wurden gestillt, welche Ängste haben sich bewahrheitet und was ist der Lebensplanung, sofern es die gab, dazwischengekommen? War man auf den Ernst des Lebens überhaupt vorbereitet? Gedichtanalyse in vier Sprachen versus Ahnung von Steuern, Miete und Versicherungen... Irgendwann ist es egal ob man ein Oxymoron für einen Schwanzlurch hält - man hat doch immer fürs Leben gelernt und nie für die Schule.

schoenstezeit_titel©Foto: Heldentheater

t'eig wirft einen Blick zurück nach vorne und veranstaltet mit einer Schulklasse ein 30-jähriges Maturatreffen. Dafür leihen sich die heute 17 Jahre alten Schüler*innen eine bereits vergangene Zukunft: nämlich die ihrer Eltern – denn alles wiederholt sich irgendwie. Nach den Leggings ist vor den Leggings. Und worst of the 80s may be best in the future.

In Kooperation mit dem BORG Dreierschützengasse

Programm downloaden

Mitwirkende:

Brauhaus Puntigam

www.brauhaus-puntigam.co.at

Adresse:
Triesterstraße 361, 8055 Graz


PARKPLÄTZE links und rechts vor der Brauereieinfahrt!

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Straßenbahn 5 (H) Brauhaus Puntigam

Schüler*innen der 7d des BORG Dreierschützengasse

klassenfoto

Alma Bektas, Elisa Bodingbauer, Jakob Ferstl, Lena Grupp, Rahel Hofbauer, Rebecca Holesinsky, Clemens Joham, Benedikt Kalcher, Tabea Kandlbauer, Antonia Koinig, Katrin Leiner, Tatjana Lienhart, Jessica Maurer, Stefanie Mautner, Sebastian Schmid, Amina Schultes, Britta Stolz, Jana Stolz, Lisa-Maria Stolz, Dunja Ulrich, Xaver Winkler, Vanessa Zisser


Thomas Sobotka

geboren 1974 in Graz

Bis 1997 Aneignung umfassender Halbbildung
1998 bis 2002 Theaterausbildung in Graz und Wien (Diplom: 2002)

Engagements als freier Regisseur und Schauspieler bei Schauspielhaus Graz, Oerol Festival, Literaturhaus Graz, theater mundwerk, steirischer herbst, Theater am Ortweinplatz, Macht/schule/theater, La Strada, Toihaus Salzburg, Theater im Keller, quadrama, Universität für Musik und darstellende Kunst, Graz 2003, TAG, Kulturzentrum bei den Minoriten, uniT, schauPLATZgraz, u.a.

2003 – 2006 Regieassistenz mit Spielverpflichtung am Schauspielhaus Graz. Zusammenarbeit u.a. mit Cornelia Crombholz, Marc von Henning, Jürgen Bosse, Friederike Heller, Gian Manuel Rau, Theater im Bahnhof, Elisabeth Gabriel, Cihan Inan.

2008 Gründung von t’eig.

2012 bm:ukk: outstanding artist award - Darstellende Kunst


Produktionen

Inszenierungen:

2018

fAUSt und vorbei
J.W. Goethe
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Nachtasyl
nach Maxim Gorki
Textbeitrag: Johannes Schrettle
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Plan B - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Wolfgang Bauer
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Raphael Meinhart
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
dramaturgische Mitarbeit: Alexandra Rollett

Warten auf Godot
Samuel Beckett
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Severin Steinhöfel
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

Passion - Uraufführung
Textbeitrag: Sophie Reyer
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2016

philoktet
Heiner Müller
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Oliver Majstorovic

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ödön von Horváth
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Thomas Petritsch (Effi)

Die Welt ist ein Dorf - Uraufführung
Weiterentwicklung von "Das Dorf" (s.u.)
Ausstattung: Markus Boxler
Expeditie beim Oerol Festival in Terschelling/NL

Schönste Zeit - Uraufführung
Support: Karin Gschiel
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann

2015

3schWESTERN - Uraufführung der Textfassung
Anton Tschechow
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Luka Sulzer

PiNOCCHiO - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Papa Steph and his Brass Band

h'amlet - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.15
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Stephanie Liebmann
Musik: Hell-Sing-Chor

2014

NESTORY - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: The Devil's Empire

Das DORF - Uraufführung
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ronald Wenzel
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Woyzeck live
Georg Büchner
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2013

Auf dem Land
Martin Crimp
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BARBAREN! - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.14
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Oliver Majstorovic, Makki (Daniela Riedl)
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Klassen Feind-oldschool
Nigel Williams
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Birgit Prutsch
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2012

Multiverse - Uraufführung
oder: "Ich weiß nicht, ob ich ein besserer Schauspieler geworden wäre, wenn ich mehr Regisseure wie mich gehabt hätte"
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.13
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

BAAL
Bertolt Brecht
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: air rapide
Dramaturgie: Alexandra Rollett

DNA - Österreichische Erstaufführung
Dennis Kelly
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2011

Eskalation ordinär
Werner Schwab
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.12
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Ivory Parker
Dramaturgie: Alexandra Rollett

APOKALYPSE - Uraufführung
nach der Offenbarung des Johannes
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Emilia G.
nach G. E. Lessing
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2010

Der Kissenmann
Martin McDonagh
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.11
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

heimweh - "Erdäpfel-Brezn-Supp'n kann ich mir überall machen!" - Uraufführung
Ausstattung: Irene Edenhofer-Welzl

heldInnen
nach dem Stück „helden“ von Ewald Palmetshofer
und einem Stück Realität von 5heldInnen
- STELLA11: Herausragende Produktion für Jugendliche
- bestOFFstyria 2.10 - "Preis der Jury"
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2009

Remember tser0 - Uraufführung
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.10
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Fischer und seine Frau - Uraufführung
nach den Hausmärchen der Gebrüder Grimm
Ausstattung: Markus Boxler
Musik: Rainer Binder-Krieglstein
Dramaturgie: Alexandra Rollett

brick in the wAll - Uraufführung
- Gewinner von bestOFFstyria 2.9
Bühne: Bernhard Bauer
Kostüme: Eva Andersch-Hartner
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2008

Ledergfrieß – unplugged
nach Helmut Krausser
- eingeladen zu bestOFFstyria 2.9
Ausstattung: Markus Boxler
Dramaturgie: Alexandra Rollett

Der Geizige
Molière

Der Nudelfresser - Österreichische Erstaufführung
Wilfried Happel
Ausstattung: Christina Weber
Dramaturgie: Alexandra Rollett

2007

Herr der Fliegen - Uraufführung
nach William Golding
Co-Regie: Karin Gschiel

Komödie der Irrungen
William Shakespeare

Mensch Maja - Uraufführung
nach KIDS von Larry Clark
Co-Regie: Karin Gschiel

2006

Was ihr wollt
William Shakespeare
Co-Regie: Susanne Lipinski

Sauschneidn (szenische Skizze)
Ewald Palmetshofer
Ausstattung: Tanja Kramberger
Dramaturgie: Tabea Tangerding

2005

Quartett
Heiner Müller
Bühne: Christian Pölzler
Kostüme: Elisabeth Perteneder
Dramaturgie: Tabea Tangerding

bis 2004

ARTig
nach Yasmina Reza

Berg der Erinnerungen - Eröffnung Graz 2003

vier.frau(en)
TRANCE.zendent

Bedroom Farce
nach Alan Ayckbourn


Karin Gschiel

geboren 1975 in Hartberg

1998 – 2003 Theater- und Medienorientierte Fächerkombination an der KF-Universität Graz.
ab 1999 dramatischer Unterricht.
2002 – 2004 Hochschullehrgang "Theatre Work in Social Fields" an der KF-Universität Graz mit schauspielrelevanten Modulen unter der Leitung von internationalen Lehrern (Abschluss: akademisch geprüfte Theaterpädagogin). Seither theaterpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, psychisch kranken Menschen und StudentInnen.

Seit 2004: Theaterpädagogin im Theater am Ortweinplatz (TaO!)

2006 Schauspieldiplom durch die paritätische Prüfungskommission Wien.

2008 Gründung von t'eig.

Seit 2010: Theaterlehrerin im maturablen Fach "Bühnenspiel" im BORG Dreierschützengasse, Graz


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei

Nachtasyl

Plan B

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Warten auf Godot
Theaterpädagogik

Passion

2016

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schönste Zeit
Support, Theaterpädagogik

2015

3schWESTERN

PiNOCCHiO

h'amlet

2014

NESTORY

Das DORF

Woyzeck live
Theaterpädagogik

2013

Auf dem Land

BARBAREN!
Theaterpädagogik

2012

MULTIVERSE

BAAL

DNA
Theaterpädagogik

2011

APOKALYPSE

Der Kissenmann

heldInnen
Theaterpädagogik

2009

Remember tser0

2008

Ledergfrieß


Markus Boxler

geboren 1973 in Wertingen (Deutschland)

1997 – 2001 Studium der Bühnengestaltung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz (Diplom Bühnen- und Kostümgestaltung: 2001)

1998 – 2008 verschiedene Bühnenbild- und Kostümassistenzen, u. a. an folgenden Spielstätten: Schauspielhaus Graz; Palace of Arts Budapest; Oper Graz; Haydnfestspiele Eisenstadt; Opéra-Théâtre de Metz; Staatsoper Dresden; Nibelungenfestspiele Worms; Ruhrfestspiele Recklinghausen; Théâtre National du Luxembourg; Théâtre du Châtelet Paris

Seit 2001 als freischaffender Ausstatter und Bühnenbildner tätig, u. a. in Zusammenarbeit mit den Regisseur*innen Friederike Czeloth („Fräulein Else“, „Effi Briest“ und „Penthesilea“, Schauspielhaus Graz), Franz Wittenbrink („Nix wie weg“, Schauspielhaus Graz), Hannes Hirth („Die Zeitreise“ und „Die Olchis und die Teufelshöhle“, Kinderfestspiele Giebelstadt) und Adrian Schvarzstein („Seasons“, Cirque Noël Graz).


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Ausstattung

Nachtasyl
Ausstattung

Plan B
Ausstattung

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Ausstattung

Warten auf Godot
Ausstattung

Passion
Ausstattung

2016

philoktet
Ausstattung

Geschichten aus dem Wiener Wald
Ausstattung

Die Welt ist ein Dorf
Ausstattung / Betreuung

Schönste Zeit
Ausstattung

2015

3schWESTERN
Ausstattung

PiNOCCHiO
Ausstattung

h'amlet
Ausstattung

2014

NESTORY
Ausstattung

Das DORF
Ausstattung / Performance

Woyzeck live
Ausstattung

2013

Auf dem Land
Ausstattung

BARBAREN!
Ausstattung

Klassen Feind - oldschool
Ausstattung

2012

MULTIVERSE
Ausstattung

BAAL
Ausstattung

DNA
Ausstattung

2011

ESKALATION ORDINÄR
Ausstattung

APOKALYPSE
Ausstattung

Emilia G.
Ausstattung

2010

Der Kissenmann
Ausstattung

heldInnen
Ausstattung

2009

Remember tser0
Ausstattung

2008

Ledergfrieß
Ausstattung


Stephanie Liebmann

geboren 1987 in Graz

Studium der Germanistik und Medienkundlicher Lehrgang an der Uni Graz.
Seit 2011 u.a. Tätigkeit im Bereich Kommunikation und Organisation im Literaturhaus Graz insbesondere für das Kinder- und Jugendbuchfestival bookolino.
2014 Tätigkeit beim steirischen herbst im Bereich Kunstvermittlung.


Produktionen

2018

fAUSt und vorbei
Dramaturgie

Nachtasyl
Dramaturgie

Plan B
Dramaturgie

2017

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
Dramaturgie

Warten auf Godot
Dramaturgie

Passion
Dramaturgie

2016

philoktet
Dramaturgie

Geschichten aus dem Wiener Wald
Dramaturgie

Schönste Zeit
Dramaturgie

2015

3schWESTERN
Dramaturgie

PiNOCCHiO
Dramaturgie

h'amlet
Dramaturgie

2014

Das DORF
Assistenz


Eugen Schöberl

geboren 1975 in Graz

Diplom an der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Graz.

Seit 1995 freiberufliche Tätigkeit als Lichtgestalter im Theater- und Eventbereich.

Seit 2007 verstärkte Beschäftigung mit Licht und Raum im Architekturbereich.
U. a. als Lehrbeauftragter am Institut für Raumgestaltung an der Technischen Universität in Graz und als freier Mitarbeiter im Lichtplanungsbüro VEDDER.LICHTMANAGEMENT

2010 Zertifizierung zum Lichtberater für Innenbeleuchtung (PLA)
2012 Gründung der gaft&onion ZT-KG


Produktionen

Haus- und Hof-Lichtdesigner von 2008 bis 2017


Träume und ihre Schäume

Letzten Mittwoch feierte die t’eig Theatergruppe mit ihrer neuen Produktion “Schönste Zeit” Premiere. Unterstützung holte sie sich diesmal von Siebtklässlern des BORG Dreierschützengasse. Die Schüler spielten ihr eigenes gegenwärtiges und zukünftiges Ich sowie das vergangene ihrer Eltern, die zurückkehren an den Ort des Geschehens, das Brauhaus Puntigam, wo vor 30 Jahren der Maturaball stattfand. Sie erzählen von Lebenswegen und Statistiken, eingeschlagenen und verlassenen Wege, Individualität und sich doch überall ähnlich wiederholender Zukunft.
Das t’eig Theater hat diese Thematik kurzerhand in ein Stück verpackt, in dem 17-jährige Schüler sich einer bereits vergangenen Zukunft bedienen. Im Rahmen eines fingierten 30-jährigen Klassentreffens reflektieren sie anhand der Leben ihrer Eltern über ihre eigene Zukunft. Der Bogen ist gespannt: Die, die am Anfang des ‘Ernst des Lebens’ stehen korrespondieren mit jenen, die diesen schon ein Stück weit gemeistert haben. Das heißt, die 80er Jahre sind präsent, die Handys der heute 17-Jährigen am Tisch vor dem Publikum jedoch noch präsenter. Da piept und leuchtet die Gegenwart lautlos vor sich hin, während ihre Besitzer zu “Road to Nowhere” in Endlosschleife im Leben ihrer Eltern herumtanzen und springen, schlurfen und sich voran schleppen. Die einen auf der Überholspur, die anderen hinten nach, lebend oder bloß vegetierend, mitunter Rollen tauschend, gestoppt wird auf Autobahn oder Landstraße gleichermaßen, wenn auch nur wegen der im Abstand von 10 Jahren stattfindenden Klassentreffen. Mehr oder minder sind alle bedacht auf den schönen Schein, die Fassade, teilen sich um der Anerkennung für das Erreichte willen mit oder versuchen verzweifelt, sich gut zu präsentieren, um das Versagen, das scheinbar ausweglose Unglück ihrer Situation zu vertuschen. Unisono werden sie geistig wieder zu Schülern, als die, der Klasse ehemals vorstehende, Magistra auftritt und autoritär-grantelnd zur Ruhe mahnt.
Der vermeintlich so individuelle Weg jedes Einzelnen erscheint schließlich doch nicht so einzigartig und man muss feststellen, dass sich alles irgendwie wiederholt. „Nach den Leggings ist vor den Leggings” – Die Kinder der Achtziger haben nun selbst Kinder, die meisten beschäftigen dieselben Sorgen und kleinen Freuden, alle sind gezeichnet vom Leben und sehen in ihren Kindern dieselben Träume und Hoffnungen, die sie selbst einmal hatten. Fest steht die Vergangenheit, die Gegenwart ist nur ein kurzer Moment und die Zukunft ungewiss. Wie wahr, wie wahr. Blöd nur, dass Wege selten beschildert sind, sondern erst wenn man sie bereits beschritten hat, offenbaren, ob sie Irrungen oder bloß Wirrungen bereithalten. Und überhaupt, wo ist bei dieser Straße eigentlich die Selbstbestimmtheit, einen neuen Weg zu gehen oder umzukehren? Besser gesagt, die viel wichtigere Frage, die sich aufdrängt, ist: Wo ist die notwendige Kraft geblieben, diese Weg-Änderung vorzunehmen?
Thomas Sobotka und sein Team inszenieren die Zeit, ihr Vergehen und die unermüdliche Schleife des Lebens in der „Road to Nowhere“ der Talking Heads – Der Theaterabend bietet viel Wahrheit, Mut zur Wiederholung und lange Zeit für eine Status-Quo-Reflexion über das eigene Leben. Er wirft auch die Frage auf, ob der schöne Ansatz – Jung lernt von Alt – auch 2016 noch praktikabel ist. Die zugrundeliegende Moral könnte allerdings schöner nicht sein: Die schönste Zeit liegt immer vor uns. Im hinzugefügten “Hoffentlich” liegt die ungeschönte Wahrheit.
blog4tickets - Kulturreferat ÖH Uni Graz


On the road to nowhere

In der t’eig-Theaterproduktion “Schönste Zeit” debütierten SchülerInnen des BORG Deierschützengasse in einem Stück über Schule, Erwachsenwerden, Zukunftsperspektiven und Individualität.
Ein “Rudel” Jugendlicher tummelt sich in der Mitte des Raumes – spielend, lachend, telefonierend. Sie sind umzingelt von einer Tischmauer, an der die ZuseherInnen ihre Plätze einnehmen. Es ist nach 20 Uhr – “spielen” die SchülerInnen bereits? Ihre Euphorie und Unbeschwertheit scheint das (ältere) Publikum zunächst mit einem entfremdenden Gefühl etwas zu destabilisieren, bis die Eingewöhnungsphase überwunden ist.
In knapp zwei Stunden springen die Jugendlichen der “D-Klasse” sozusagen “zurück in die Zukunft” ihrer Eltern, die ihre Schulzeit in den 1980er Jahren verbracht haben, und scheuen sich auch nicht davor, das Publikum mit Enthusiasmus aktiv zu involvieren. Gekonnt gehen Fiktion und Wirklichkeit, Spiel und Ernst ineinander über.
Neben Statistiken beider Generationen (“14% wären gerne jung” vs. “2/3 tragen Hollister”) werfen sie Feststellungen wie “Wir haben keine Ahnung von Steuern, Miete und Versicherungen, aber wir können eine Gedichtsanalyse schreiben” treffsicher in den Raum. Was bringt mir der Trochäus für’s Leben, wenn ich meine eigenen Rechte und Pflichten nicht kenne?
Daran anschließend defilieren die jungen Frauen und Männer auf einem Catwalk des rückwärtslaufenden Erwachsenwerdens – in der Endlosschleife zu ihrem Soundtrack Road to Nowhere (Talking Heads, 1985):

And we’re not little children
And we know what we want
And the future is certain
Give us time to work it out….
We are on the road to nowhere…

Das Défilé sprüht nur so von Schweißbändern, neonfarbigen Stutzen und Leggings, Röhrenfernsehern und Walkmans – welcome to the 80ies. Die einen schlurfen, die anderen rasen; jeder ist so individuell wie er/sie will, mit den eigenen Besonderheiten und Macken. [...]
Was bleibt, ist der letzte gemeinsame Spruch der SchülerInnen: “Die schönste Zeit liegt immer noch vor uns… hoffentlich.” Denken wir das nicht alle?
blog4tickets - Kulturreferat ÖH Uni Graz


Theater t'eig im Brauhaus Puntigam Graz

Zurück in die 80er-Jahre

Mit "Schönste Zeit" lädt das t'eig-Theater zu einem Ausflug in die schrillen 1980er-Jahre. Gemeinsam mit der 7d-Klasse des BORG Dreierschützengasse haben Thomas Sobotka und Karin Gschiel - basierend auf Interviews mit den Eltern der Schüler - eine Zeitreise kreiert, die humorvoll in den Klischeetopf greift und mit Versatzstücken wie Musikkassetten, elektronischen Schreibmaschinen und neonfarbenen Leggins spielt. [...] (Es) ist ein unterhaltsamer Abend gelungen, der viel zur Generationenverständigung beitragen kann.
Kronen Zeitung


Zurück in die eigene Zukunft

Es ist ein Abend, an dem man sich sofort selbst erinnert. Die t'eig-Produktion "Schönste Zeit" mit der 7d des Borg Dreierschützengasse gedenkt beim 30-jährigen Maturatreffen der Jugend, der Zukunftspläne. Karin Gschiel und Thomas Sobotka haben die Zeitreise an einer Tafel im Brauhaus Puntigam angerichtet. Die Fragen: "Wer hat Kinder? Wer hat studiert? Wer sich geoutet?" Ideenreich durchleben die Jungen anhand Interviews mit ihren Eltern die 80er: also Leggins, Stirnbänder, Kassetten.[...]
Kleine Zeitung