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t'eigeR zu Gast

Ort:

Der Fischer und seine Frau

Uraufführung - Dom im Berg

Eine Koproduktion von La Strada und theater mundwerk (follow the rabbit)

nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm

ILSEBILL ... Nadja Brachvogel
FISCHER ... Martin Horn

REGIE, TEXT ... Thomas Sobotka
MUSIK … Rainer Binder-Krieglstein
AUSSTATTUNG ... Markus Boxler
DRAMATURGIE ... Alexandra Rollett

Am Anfang wurde es Licht, dann entstanden Himmel, Land und Meer. Schließlich kamen noch die Pflanzen, Sterne, Tiere und zuletzt die Menschen , wie z. B. der Fischer und seine Frau Ilsebill. Sie leben arm, aber zufrieden in einem Nachttopf. Eines Tages fängt der Fischer einen sprechenden Butt, den er allerdings wieder schwimmen lässt. Wer will schon etwas essen, das reden kann? Doch Ilsebill, enttäuscht über den entschwommenen Festtagsbraten, meint, dass so ein Wunderfisch bestimmt Wünsche erfüllen kann. Und so ein richtiges Häuschen wäre doch was Feines! Also macht sich der Fischer auf zum Butt und wer hätte das gedacht: Kaum hat er den Wunsch ausgesprochen, erwartet ihn eine glückstrahlende Ilsebill vor der Tür des neuen Eigenheims. Das Paar erlebt eine glückliche Zeit, doch die Zufriedenheit währt nur kurz. Größer, schöner und vor allem mehr wäre besser gewesen. Der Fischer geht erneut zum Butt und wieder wird der Wunsch sofort erfüllt. Bald schon kennt das Wünschen von Ilsebill keine Grenzen mehr: Längst reicht der materielle Wohlstand nicht mehr aus. Was nützt ein Schloss, wenn man nicht König oder gar Kaiser ist? Und wieso sich mit der Monarchenwürde zufrieden geben, wenn man auch Papst sein könnte? Ilsebill wird immer maßloser, der Fischer immer unfähiger, sich ihren Forderungen zu widersetzen und das Meer zunehmend stürmischer und bedrohlicher...

Zwei Schauspieler und ein Schlagzeug, auf dem Welten erschaffen und Hochzeitsglocken geläutet, Stürme gebraut und Abendmähler gekocht werden, erzählen gemeinsam mit der Schöpfungsgeschichte inklusive Sündenfall ein Märchen über die Gefahren der Gier, aber auch der Konfliktscheu und Antriebslosigkeit.


brick in the wAll

Uraufführung - BORG Drierschützengasse

TaO! - Eigenproduktion im Rahmen von Macht | schule | theater in Kooperation mit dem BORG Dreierschützengasse

 bestOFFstyrialogo Gewinner von bestOFFstyria 2.9

Andi ist plötzlich spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Ist er abgehauen? Sind Frauen, Drogen, finanzielle Schwierigkeiten oder doch der schulische Leistungsdruck schuld an seinem Verschwinden? Und was bedeutet das blutrote Zeichen auf seinem Spind? Wieso brennt eine Grabkerze in der Behindertentoilette? Und weiß der eigenbrötlerische Schulwart mehr, als er zugibt? "brick in the wAll" zeigt, was passiert, wenn aus der Fassade einer scheinbar gut funktionierenden Schulgemeinschaft ein einzelner Ziegelstein entfernt wird. Auf einmal werden Dinge sichtbar, die im Lehrplan nicht vorgesehen sind: Leidenschaft, Verrat, Verbrechen, Irrationales und Unheimliches. Der Gang durch das Schulgebäude wird zum Horrortrip.

Regie, Text: Thomas Sobotka
Dramaturgie: Alexandra Rollett
Bühne: Bernhard Bauer
Kostüme: Eva Andersch-Hartner
Regieassistenz: Nathalie Neubauer
Technik: Clemens Zabini

div. Spielorte

So geht das: THEATER ROCKT SCHULE
Bei „brick in the wAll“ im Borg bleibt kein Stein auf dem anderen
Muss ja nicht unbedingt ein „Maßnahmenmix“ sein, um das System Schule einen Schritt in Richtung Zukunft zu katapultieren. Theater kann das mindestens ebenso gut. Und macht dabei entschieden mehr Spaß. Jedenfalls wenn man die Sache so angeht wie das Borg Dreierschützengasse, das gemeinsam mit dem Theater am Ortweinplatz und im Rahmen der bundesministeriellen Aktion „Macht/schule/theater“ das klassenraumsprengende Projekt „brick in the wAll“ erdacht hat. Mit einem Cast von mehr als 50 – um ihr Leben! – spielenden und musizierenden Schülern und Lehrern, ergänzt um eine Handvoll Profis, führt das in eigener Schreibwerkstatt (Leitung: Pia Hierzegger) entwickelte Stationendrama in zwei Stunden durch alle Höhen und Tiefen des Schülerdaseins. Der Plot: Andi, einer der Schüler, verschwindet, und an den Rändern dieser Leerstelle werden plötzlich all die Sorgen virulent, die Auszubildende eben so haben können – Beziehungsstress, Leistungsdruck, Drogen. Nein, kein „Problemstück“, vielmehr eine aberwitzige Achterbahnfahrt, doppelbödig und anspielungsreich, die das gesamte Schulgebäude – von der Kletterhalle bis zur Duschkabine, von der Lautsprecher- bis zur Feueralarmanlage – zur Bühne macht. Lustvoll gespielt wird dabei nicht nur mit popkulturellen Referenzen, seltsamerweise allesamt aus den späten Siebzigern – von „The Wall“ über den „Hitchhiker’s Guide“ bis zu „Shining“ -, sondern auch mit dem Thema des Unterrichtsministeriums, das einen „Diskurs zum Thema Gewalt“ angeregt hatte. Damit begnügen sich die jungen Theatermacher – in der einfallsreichen Regie von Thomas Sobotka und dramaturgisch brillant getaktet von Alexandra Rollett – zum Glück nicht. Ihr Thema: Theater rockt Schule. So geht das. In einer besseren Welt wären die Damen und Herren längst mit dem nächsten „High School Musical“-Sequel beauftragt worden. Hätten sie aber vermutlich abgelehnt.
Falter


Das gesamte Schulgebäude ist Schauplatz des höchst unterhaltsamen Stationentheaters „brick in the wAll“, das von Theater am Ortweinplatz und BORG Dreierschützengasse gemeinsam erarbeitet wurde.
TaO! mit „brick in the wAll“ im BORG Dreierschützengasse
EINE GANZE SCHULE VOLLER THEATER
Im Rahmen des österreichweiten Projekts „Macht/schule/theater“ des Unterrichts- und Kunst-Ministeriums haben das Grazer Theater am Ortweinplatz und das BORG Dreierschützengasse das Stück „brick in the wAll“ erarbeitet. Das Resultat ist nicht bloß ein tolles Schulprojekt, sondern auch und vor allem ein unterhaltsamer Theaterabend. Zu sehen bis 29. April. „Die geplante Musicalaufführung kann nicht stattfinden“, heißt es nach einer ersten „Cats“-Einlage im Foyer des BORG Dreierschützengasse in Graz. Hauptdarsteller Andi ist verschwunden. Und obwohl dieser Andi fehlt, scheint er allgegenwärtig zu sein: Im Hof streiten sich zwei darum, was mit seinen Drogen gemacht werden soll. Im Konferenzzimmer versucht ihn die Direktorin trotz schlechter Noten in die nächste Schulstufe zu peitschen. Der Schul-Macho träumt unter der Dusche von seinem genialen Fußballpartner. Seine Freundin hockt in der Turnhalle und wartet auf ihn – nicht alleine, wie sich herausstellt. Und der Schulwart warnt davor, dass Andi mit dem Haus verschmolzen sein könnte. Der Zuseher wird bei diesem Stationentheater in den ganz normalen Wahnsinn Schulalltag gezogen und erlebt am eigenen Leib was passiert, wenn ein einziger Ziegelstein in diesem sozialen Gebäude fehlt. Thomas Sobotka (Regie) und Alexandra Rollett (Dramaturgie) haben die Talente der Schüler und Lehrer des BORG Dreierschützengasse im flotten, frechen, skurrilen und höllisch witzigen Stück unter einen Hut gebracht und es eindrucksvoll geschafft, eine gesamte Schule – vom Dach bis zum Keller – mit Theater aufzuladen. Packen Sie ihre Kinder (ab 12) ein, gehen Sie hin und schauen Sie sich das an. Und wenn Sie keine Sie keine Kinder haben, gehen Sie trotzdem hin!
Kronen Zeitung


DAS KARTENHAUS SCHULE WACKELT
Auf dem Kopf steht das Borg Dreierschützengasse bei einer imposanten Mammut-Studie mit Assoziationen zum Schiefen Turm von Pisa.
GRAZ. Andis Verschwinden gibt Rätsel auf beim skurril-surrealen Stationen-Drama „brick in the wAll“ vom TaO! im Borg Dreierschützengasse. In Anlehnung an Pink Floyds Kultopus vor 30 Jahren gerät das Kartenhaus Schule ins Wanken beim Durchforsten von Macht- und Gewaltstrukturen. Doch das im Rahmen des österreichweiten Theaterprojektes „Macht / schule / theater“ des Unterrichtsministeriums realisierte Mammut-Unternehmen beleuchtet nicht nur subtil dunkle Flecken auf der Landkarte des Erziehungs(un)wesens, des Mit- und Gegeneinanders und das fragile Seelenkorsett junger Menschen wie überstrapazierter LebenstrainerInnen. Im Mix von Profis und TaO!-geübtem Schulpersonal gelingt eine erstaunliche Talenteschau mit brillanten Sängerinnen und Musikern, Bühnensternchen und leidenschaftlich verspielten Lehrern. Bei Thomas Sobotkas [...] Reise durchs Haus landet das Publikum nicht nur bei der Notenkonferenz und im Chemielabor – „alles Leben ist Chemie, mit heftigen Reaktionen“. Auch die sprichwörtlich kalte Dusche bleibt real nicht aus. Insgesamt eine imposante, spannende Aufführung mit Musical-Einlagen, die der Schule eine Zukunft letztlich doch nicht abspricht. Hut ab vor dem übersprühenden Engagement und der spürbaren Passion des Riesenensembles!
Kleine Zeitung


NEU IM THEATER
"Ein Land, wo an Bildung gespart wird, um Banken zu retten"
[…] Auch das Grazer Borg Dreierschützengasse verwandelte ein modernes Schulgebäude in ein spannendes, mitunter auch unheimliches Stationentheater. Das Publikum erfährt u. a. unter der Dusche, im Chemiesaal oder in der Turnhalle die Geschichte von Andreas Strasser, einem Schüler, der - offenbar durch ein Gewaltverbrechen - verschwunden ist. Das Stück Brick in the Wall zeigt dabei, welche wichtige Rollen ein Mensch in seinen vielen Beziehungsgeflechten - etwa im Fußballteam, der Familie oder in der Klasse - einnimmt. Regisseur Thomas Sobotka inszenierte mit Schülern, Lehrern und Profis aus dem Umkreis des Theaters am Ortweinplatz einen Abend, der nicht nur ob seiner unglaublichen Logistik staunen macht. Zwischen dem Freak, der als Hausmeister mit den Wänden der Schule spricht, und den gespenstisch auf den Schulgängen auftauchenden Zwillingsschwestern, die trotz ihrer Dirndlkleider auch auf Jack Nicholson in Shining lauern könnten, fühlt man sich keine Minute sicher.
Der Standard


Nicht Teil der Fassade sein wollen!
Jugendliche im BORG Dreischützengasse (Graz) spielen und singen "brick in the wAll"
Von der Eingangshalle über Turnsäle, die Duschen, das Kletterkammerl, Klassenzimmer, den Chemiesaal, Gänge bis zu den Pausenhöfen - praktisch die ganze Schule ist Aufführungsort dieses beeindruckenden zweieinhalbstündigen Theaterstücks: brick in the wAll. Gut fünf Dutzend Schülerinnen und Schüler, ein paar Lehrende des Grazer BORG Dreischützengasse sowie einige Profi-SchauspielerInnen haben gemeinsam mit dem TaO! (Theater am Ortweinplatz) dieses Stück in rund einem halben Jahr erarbeitet. "Zuerst haben wir in der Schreibwerkstatt jede und jeder beschrieben, was für uns Gewalt ist", erzählen Meli Ranz und Thomas Grabner dem KURIER über die ersten Schritte von der Idee zum Stück. "Dann haben wir alle kurze Szenen oder Passagen verfasst." Aus diesen entwickelte sich schließlich der Bogen der ganzen Geschichte: Ein großes Schulmusical soll aufgeführt werden - Cats. Doch Andy, der als Macavity eine der Hauptrollen spielen und singen soll, ist nicht da. Na super! Und wo ist er? Verwickelt in kriminelle Geschäfte (Drogen, Waffen?) wie eine Szene auf dem Schulhof mit Jo (Leonora Peuerböck) und Sascha (Felix Scheuer) nahe legt? Vielleicht abgehaut, weil eine seiner Freundinnen schwanger ist, wie ein heftiger spannend sportlich durch einen ganzen Turnsaal ausgetragener Streit von Astrid und Lisa (Julia Sattlegger) vermuten lassen könnte? Die Schulpsychologin (Tessa Gasser) macht Andys jüngere Schwester Chrissie (Alexandra Schmidt) nieder und fertig. Sie hat Leichen und eine total zerstörte Schule gezeichnet. Amoklauf? Nein, die Schule steht einfach auf einem Landeplatz für Außerirdische. Von solchen wünscht sie sich mit dem Bruder abgeholt zu werden - in eine Welt, in der es egal ist, wie man aussieht, in der die Persönlichkeit des einzelnen Menschen mehr zählt, als die äußere Fassade aus lauter Ziegelsteinen, die sich zu einem glatten Ganzen fügen. Genial wie das Spiel in gut einem Dutzend Stationen ist die Musik der Band Passend wird natürlich unter anderem Pink Floyds Song, der dem Stück den Namen gab, in Variationen intoniert.
Kurier