t’eig war …

… ein Theater ohne Schubladendenken. Wir spielten Klassiker, Texte zeitgenössischer Autor*innen, Auftragswerke oder im Kollektiv entwickelte Stücke. Wir spielten u.a. in alten Discos, aufgelassenen Supermärkten, in Kirchen, Hallenbädern und in Bezirksgerichten, bespielten sogar ein ganzes Dorf. Und wir engagierten Künstler*innen aus anderen Theatern, Sparten, Städten und Ländern.

Wir wollten nie wiederholen, was funktioniert. Wir wollten keine Institution werden, die mit stagnierenden Fördermitteln einen Status quo verwaltet, um ein paar Künstler*innen ein bescheidenes Einkommen zu garantieren. Unsere Ambition war es stets uns und unsere Produktionen weiterzuentwickeln.

Wir wollten, dass unsere Konzepte von objektiven Förderbeiräten beurteilt werden, die nicht selbst in der hiesigen [Off-]Szene tätig sind. Es ist für uns haltlos, dass Leute Urteile über unmittelbare Mitbewerber*innen fällen, deren Konzepte lesen und Budgets einsehen können.

Wir wollten sparsame Budgets erstellen, die von den Fördergeber*innen auch als realistisch erkannt werden. Wir wollten unsere Projekte nicht mit bis zu 30% weniger Mittel als angesucht verwirklichen. „Irgendwie geht immer“ geht irgendwann nicht mehr.

Wir wollten kein Geld für Medienpartnerschaften und bezahlte Beiträge ausgeben um doch noch zu einer Vorberichterstattung zu kommen. Wir erwarteten uns fachlich kompetente Rezensionen, im Rahmen einer Kulturberichterstattung, die Amateurtheater von professionellem Off-Theater zu unterscheiden weiß und dies den Leser*innen auch vermitteln kann. Zumindest wollten wir, dass man sich mit den Produktionen auseinandersetzt.

Vor allem wollten wir, dass OFF nicht ABSEITS heißt. Nämlich abseits von realistischen Budgets, Planungsmöglichkeiten, Transparenz, Fairness, Prinzipien, Weiterentwicklung, Auseinandersetzung und künstlerischer Freiheit.

Aber was will man nicht alles. - Wir zumindest wollten immer was. Wir sind uns treu geblieben, stets dramaturgisch wasserdicht und konsequent bis zum letzten Gedankenstrich – und jetzt auch indem wir das Projekt

t'eig - »tHEATER eINE iNTERESSENgEMEINSCHAFT« mit 2018 beenden!

statt Off-Theater – Theater: Off!

Wir werden die zugesagten Fördergelder nicht in Anspruch nehmen, bzw. um keine weiteren ansuchen und unseren Theaterverein auflösen!

Wir bedanken uns bei unserem Publikum, das mit seiner Begeisterung viel dazu beigetragen hat, dass wir 10 Jahre durchgehalten haben.

Wir bedanken uns bei allen t’eiger*innen und Mitwirkenden, die bei den jeweiligen Produktionen stets freundschaftlich und inspirierend die theatrale Interessengemeinschaft gebildet haben.

Und wir bedanken uns bei unseren Koproduktions- und Kooperationspartnern, im Besonderen bei theaterland steiermark, La Strada, TaO! und dem ATG!